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Mit dem Wohnmobil in Skandinavien (Schweden, Finnland, Nord-Norwegen) im Sommer 2011 - Teil 2 von 16

Anreise durch Nord-Finnland von der schwedischen Grenze bis Kirkenes 15.06. bis 17.06.2011

15.06. Burea Havsbad - Aavasaksa 351 km

Wir verlassen unseren schönen kostenlosen Campingplatz in Burea und fahren mit dem Wohnmobil über die E 4 zum Grenzübergang nach Finnland bei Haparanda/ Tornio. Wenige Kilometer vor Haparanda sieht Gaby den ersten Elch dieser Reise. Ab Tornio nehmen wir nicht den kürzesten und schnellsten Weg über die E 75 nach Rovaniemi, sondern biegen zunächst ab nach Norden auf die E8 in Richtung Ylitornio. Zwei Ziele im Wohnmobil-Führer Mit dem Wohnmobil nach Finnland haben uns veranlasst, einen kleinen Umweg zu machen: Den ersten sieht man hier - ...

... die Stromschnellen des breiten Flusses Tornionjoki, der die Grenze zwischen Schweden und Finnland bildet. Genau so wie im Wohnmobil-Führer beschrieben ...

... steht bei unserer Ankunft ein Mann auf dem wackeligen Steg und versucht mit einem Kescher Fische zu fangen.

Dies ist offenbar die Wiese des kleinen Restaurants, die als gebührenpflichtiger Wohnmobil-Stellplatz 152 bei Tour 7 im Buch genannt wird. Allerdings gibt es weder Zeichen (WOMO-Symbol) noch Worte oder Zahlen (Preis), die auf diese Möglichkeit hinweisen.

Uns ist das allerdings egal, denn für die Übernachtung haben wir einen anderen Platz aus den Vorschlägen der Tour 7 ausgewählt, nämlich den Wanderparkplatz 154 Kruununpuisto bei Aavasaksa (was für eine schöne Sprache, die uns bisher nur bei Berichten über finnische Wintersportler begegnet ist) auf dem gleichnamigen 242 m hohen Hügel.

Vorher gelingt es noch in Aavasaksa an der Kreuzung Övertornea/Rovaniemi eine Tankstelle mit Kasse zu finden, nachdem wir ab Tornio dreimal an Zapfsäulen standen, deren Automaten zwar Euro-Scheine, aber keine nicht-finnischen VISA-Karten akzeptierten. Der Dieselpreis in Finnland liegt erheblich unter dem in Schweden und Norwegen und sogar etwas niedriger als beim Start in Deutschland, siehe unsere Seite Diesel-Preise in Deutschland, Schweden, Finnland, Norwegen.

Vom Gipfel, dessen Bergparkplatz wir hier erreicht haben, soll man die Mitternachtssonne sehen können, obwohl er noch geringfügig südlich des Polarkreises liegt. Leider können wir das nicht selbst überprüfen, da die Sonne in der Nacht hinter einer dichten Wolkendecke verborgen liegt.

Da der Hügel recht "klein" ist sind es auch die hier beschriebenen Wanderrouten.

Gefahr droht am östlichen Rand, denn hier geht es an der Felskante senkrecht in die Tiefe. Hier auf den Felsen könnte man in aller Ruhe abwarten und schauen, ob im Tal ein Elch auftaucht - wenn uns nicht ausgerechnet hier Massen angriffslustiger Mücken umschwirren würden.

Auf dem Gipfel steht die sogenannte "Zarenhütte", die 1882 in Erwartung eines Besuches des russichen Zaren gebaut wurde, der dann aber nicht gekommen ist um die Aussicht auf den Fluss und Schweden zu genießen. Inzwischen gibt es von der Zarenhütte keine schöne Aussicht mehr, da die Bäume die Hütte überragen.

Stattdessen steht neben der Hütte ein Aussichtsturm, der einen phantastischen 360°-Panorama-Blick bietet, hier auf die Brücke über den Grenzfluss zur schwedischen Stadt Övertornea.

16.06. Aavasaksa - Rovaniemi (Polarkreis) - Kitinen 289 km

Heute wird der Polarkreis überquert und wir kommen in den Bereich der Mitternachtssonne bzw. der "Nachtlosen Nächte", den wir nun für einige Wochen nicht mehr verlassen wollen. Mal sehn, wie lange für uns "der Tag" bis zum nächsten Sonnenuntergang dauert.

Wir verlassen den Hügel und fahren auf der 930 nach Osten in Richtung Rovaniemi. Bei traumhaftem Wetter - weshalb hat sich denn die Sonne heute Nacht hinter dichten Wolken versteckt? - geht es überwiegend wieder durch dichte Wälder. Nur gelegentlich sind die Bäume etwas niedriger ...

... oder man kann sogar blühende Wiesen sehen. Bei Muurola mündet die 930 auf die E 75, über die wir rasch Rovaniemi erreichen. Hier machen wir einen Großeinkauf beim Lidl. Zum einen gibt es Produkte, die wir aus Deutschland kennen wie die Lidl-eigenen Pizzen und Zaziki. Andererseits kaufen wir leckere typisch finnische Produkte wie Heidelbeerkuchen, karelische Piroggen (Karjalanpiirakka), Spinatpfannkuchen (Pinaattiohukainen) und (Sinappikurkkusalaatti), eine Art Senfsauce. Hoffentlich haben die Norweger auch so tolle Spezialitäten - mit den Namen können sie auf keinen Fall mithalten!

Nun aber weiter durch Nord-Finnland zum Polarkreis nördlich von Rovaniemi. Erstmal sehen wir vor allem Wohnmobile! Wo kommen die denn her? Ist dies der größte Stellplatz in Finnland? Während unserer bisherigen Anreise durch Skandinavien haben wir nur in Burea die netten bayrischen Nachbarn gehabt, auf allen anderen Plätzen immer allein gestanden, obwohl es sich um veröffentlichte Plätze der WOMO-Führer handelte.

Vom Parkplatz hat man zunächst dies Gebäude im Blick ...

... und fragt sich beim Betreten erstaunt: "Ja, ist denn schon wieder Weihnachten?" Dem Weihnachts- und Souvenirladen gegenüber liegt das "Santa-Claus-Village" - ein ganzes Dorf mit Hütten, in denen verschiedenste Artikel angeboten werden. Aber wo ist denn der Polarkreis?

Die Markierung versteckt sich zwischen all den Geschäften und nach dem obligatorischen Foto machen wir uns wieder auf den Weg nach Norden.

Gelegentlich wird auch hier der Wald von Wiesen und Feldern abgelöst wobei wir uns fragen, was wohl in dem frisch bestellten Acker eingebracht wurde.

Wer den Lidl in Rovaniemi verpasst hat - nach unserer Internetrecherche gibt es den letzten Lidl vorm Nordkapp in Sodankylä. Er liegt im Zentrum des Ortes links der E 75 an einer Ampelkreuzung und ist kaum zu übersehen.

Wir möchten die nächste Nacht mit dem Wohnmobil in Finnland mal nicht von hohen Bäumen umgeben sein und fahren am frühen Nachmittag zum Wohnmobilstellplatz 232 aus dem WOMO-Führer Mit dem Wohnmobil nach Finnland am Kitinen-Stausee. Auf der riesigen Kiesfläche am See haben massenweise Wohnmobile Platz und im Laufe der Zeit kommen auch einige dazu für eine Nacht an diesem idyllischen Ort. Allein mit diesem Tipp hat sich der Kauf des Buches für uns gelohnt - statt Campingplatzgebühr ein Platz zum Nulltarif, zumal er noch zwei Vorteile hat, die im waldreichen Norden nur wenige Plätze bieten:

1. Freier Blick nach Süden - so funktioniert auch der Satellitenempfang mal wieder. Da die Fernsehsatelliten über dem Äquator stehen "sinken" sie um so tiefer zum Horizont, je weiter man nach Norden kommt. Hindernisse, die bei uns in Deutschland den Empfang nicht behindern, machen ihn hier im Norden unmöglich, obwohl die Ausleuchtzone des Astra 1 mit den deutschen Fernsehprogrammen für eine 85 cm - Schüssel bis an die Barentssee reicht. Die Stellung der Satellitenanlage lässt die Problematik gut erkennen.

2. Viel wichtiger als der Fernsehempfang ist aber der freie Blick nach Norden! Hier könnten wir in der nächsten Nacht zum ersten Mal die Mitternachtssonne sehen, nachdem es in der letzten Nacht wegen der Bewölkung nicht geklappt hat. Aber so vielversprechend der Himmel am Nachmittag auch aussieht - am Abend bildet sich wieder eine dichte Wolkendecke und die "deckt uns auch über Nacht zu".

Wenn man ganz genau hinschaut sieht man links vom Baum unseren "Blauen" auf der Halbinsel direkt am See. Geht man in Richtung Staumauer ...

... kommt man an die Schneescooter-Straße. Solche Pisten verlaufen hier im Norden oft parallel zu den Auto-Straßen.

Hier ein Blick auf die "Stausee-Technik" von der Staumauer aus.

17.06. Kitinen - Inarisee - Kirkenes 346 km

Eigentlich reizt uns das Sami-Museum in Inari und um die 10-Tage-Frist wegen der Wurmkur für unsere Hündin Julie zur Einreise in Norwegen einzuhalten ( siehe unsere Seite Zollvorschriften, Mitnahme Hund, Preise für Tanken, Lebensmittel und Restaurants ) hätten wir noch einen Tag Zeit. Aber wir wollen jetzt nach Norwegen, zumal wir am heutigen Freitag noch die 2. Wurmkur beim örtlichen Tierarzt erledigen lassen und dann die Weiterreise unabhängig davon planen können. So begeben wir uns wieder auf die E 75, durchqueren ohne Aufenthalt Ivalo und Inari und biegen nördlich von Inari rechts ab auf die Straße 971. Ab jetzt wird es "tierisch" und es gibt einige Fotostopps:

Wenige Kilometer sind wir erst auf der 971 gefahren als uns die ersten Elche vor die Kamera kommen. Weitere Elche sehen wir heute nicht, ...

... aber Rentiere gibt es mehrmals. Sie stehen manchmal direkt am Straßenrand ...

... und lassen sich auch durch einen Fotostopp direkt daneben nicht vertreiben. Nun fehlen noch die Bären!

Hier sind sie - allerdings keine echten sondern diese Figuren an Tankstelle/Supermarkt in Näätämö, 2 Kilometer vor der Grenze zu Norwegen. Unseres Wissens gibt es in dieser Region Skandinaviens auch keine freilebenden Braunbären. An der Tankstelle füllen wir unseren Tank nochmal randvoll, denn in Norwegen soll der Diesel wesentlich teurer sein. Das kann man wohl sagen, wie wir bei der Ankunft in Kirkenes sehen: 1,36 zu 1,79 ist die Differenz, siehe unsere Seite Diesel-Preise in Deutschland, Schweden, Finnland, Norwegen.

Nach gefühlten 10.000 Kilometern Fahrt durch Wald ab Südschweden freuen wir uns über jede seltene Abwechslung wie einige kleine Seeen links der Strecke ...

... und einen Blick auf den Inari-See rechts der Straße ...

...mit Felsstrand und Steinküste. Mehr ist vom Inari-See bei unserer Fahrt mit dem Wohnmobil durch Finnland nicht zu sehen. Der Blick wird durch Bäume verdeckt, oft führt die Straße nicht direkt am Ufer entlang.

Nachdem unser Fahrzeug bei der Zollkontrolle durch einen Spezial-LKW komplett durchleuchtet wurde sind wir in Norwegen und werfen an der Einmündung auf die E 6 einen Blick nach links, wo der Stoltefossen sprudelnd abwärts rauscht. Nun aber schnell nach Kirkenes, bevor der Tierarzt Feierabend macht:

Punktgenau bringt uns das Navi zu unserem ersten Ziel in Kirkenes, der Tierarztpraxis im Industriveien 5, die bis 15 Uhr geöffnet hat. Hier bekommt Julie ihre 2. Wurmkur, die innerhalb von 7 Tagen nach der Einreise in Norwegen von einem Tierarzt bescheinigt werden muss, siehe unsere Seite Zollvorschriften, Mitnahme Hund, Preise für Tanken, Lebensmittel und Restaurants.

Nur einen Kilometer von der Tierarztpraxis entfernt mit freiem Blick aufs Wasser in der Nähe von Polizei und Kirche liegt der Parkplatz, auf dem bereits einige Wohnmobile "vor Anker liegen" (WOMO-Führer Nord-Norwegen Tour 14, Platz 240). Mehr zu Kirkenes, den Übernachtungsplätzen und der Umgebung bis zur russischen Grenze incl. Walbeobachtung in der Barentssee gibt es hier im nächsten Teilbericht dieser Reise.

Die Gesamtübersicht unserer Touren mit den Links zu den einzelnen Teilen dieses Reiseberichts sowie Karten mit dem Reiseverlauf gibt es HIER!

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