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Mit dem Wohnmobil in Skandinavien im Sommer 2011 - Teil 12 von 16

Nord-Norwegen: Die Vesteralen - Andøya - Kvæfjord (Borkenes) - Hinnøya - Harstad - Evenes (Ofotfjorden)

17.07.2011 Bleik - Andenes - Südspitze Andøya - Borkenes 204 km und eine Fähre

Die Gesamtübersicht unserer Touren mit den Links zu den einzelnen Teilen des Reiseberichts sowie Karten mit dem Reiseverlauf gibt es HIER!

Nach drei Tagen auf dem Campingplatz Midnattsol in Bleik fahren wir nochmal nach Andenes. Der CP hat keine separate Entsorgungsmöglichkeit für Campingtoiletten und so fahren wir zum Campingplatz Andenes, wo man dies für 20 NOK erledigen kann.

Im Gegensatz zu Senja gibt es an der Westküste von Andøya zwischen Andenes und dem Südzipfel unzählige freie Stellplätze. Auf einem davon zwischen Andenes und Bleik sehen wir diesen VW T 4 - wir haben Christin und Thomas entdeckt, mit denen wir auf dem Campingplatz in Bleik die Mitternachtssonne erlebt hatten, siehe vorherige Seite.

Während wir den Samstag faul auf dem Platz verbracht und aus dem Campingbus Zwergwale (Nisa ?), Robben und Seeotter beobachtet haben sind die beiden auf Wal-Jagd gegangen - natürlich nicht mit einer Harpune sondern bei einer Whale-Watching-Tour ab Andenes mit der Kamera.

Dabei haben sie unter anderem "Ismael" kennengelernt und viele faszinierende Fotos wie dies von der "Fluke" des abtauchenden Wals gemacht.

Wir setzen unsere Fahrt nach Süden fort und machen einen kurzen Abstecher nach Stave. Der Parkplatz an der Küste lädt zwar nicht zu einem längeren Aufenthalt ein aber bei der Fahrt durch den winzigen Ort sehen wir diesen schönen Garten am Nordmeer.

Wir haben zwar schon viele Hütten mit Dachbegrünung gesehen und in den letzten Tagen gelegentlich auch Erdbeeren in den Gärten. Ein Erdbeerbeet auf dem Dach ist uns aber zuvor noch nicht aufgefallen.

Weiter geht es südwärts an der Westseite von Andøya, die Straße führt fast immer direkt an der Küste entlang. Hier vor dem Felsmassiv gibt es sogar einen Picknickplatz mit Toilette.

Von hier hat man die Nordspitze der Nachbarinsel Langøya schon gut im Blick. Die Vesteralen liegen nördlich der bekannteren Lofoten und bestehen aus mehreren gebirgigen Inseln wie Andøya und Langøya, im weiteren Verlauf des Tages werden wir noch Hinnøya erreichen.

Aber zuvor wollen wir nicht den kürzesten Weg dorthin nehmen sondern noch den Südzipfel von Andøya umrunden. Laut unserem Reiseatlas Skandinavien von Travelmag, in dem wir seit dem Erreichen Schwedens am 10. Juni keinen Fehler entdeckt haben, führt eine Straße um die Insel herum. Wir folgen also nicht der Straße quer über die Insel nach Risoyhamn sondern biegen rechts ab. Aus der Teerstraße wird eine gute breite Piste, die nach den letzten Häusern eines kleinen Dorfes ...

... - dort, wo am Gatter die Tempo-60-Begrenzung aufgehoben wird - in einen Feldweg übergeht. Den sollte man eher im 2. Gang als mit Tempo 100 befahren. Aber zunächst ist er durchaus noch WOMO-geeignet, ...

... was sich dann aber plötzlich und unerwartet ändert. Manchmal berühren die Zweige unseren 2 m breiten Campingbus gleichzeitig rechts und links - ein normales Wohnmobil sollte diese Strecke NICHT befahren! Und wer bei einem Campingbus wenig Bodenfreiheit hat, verzichtet lieber auch auf die Inselumrundung.

Der verbleibende Rest kann sich auf einige wunderschöne ruhige Stellplätze am Meer ...

... mit Blick auf Langøya freuen. Störungen aufgrund von Fahrzeugverkehr sind hier kaum zu erwarten! Wir fahren jedoch weiter. Wir hätten zwar genug Zeit für einen weiteren Tag aber nach dem Überwinden vieler spitzer Steine auf dem ausgewaschenen Weg möchten wir doch zunächst wissen, ob

1.) die Umrundung gelingt oder

2.) wir auf der bisherigen Strecke zurückfahren müssen.

Bei diesem Anblick vermuten wir, die 2. Variante ist unvermeidbar. Um zu schauen, ob man an dem Haus wenden kann oder eine längere Fahrt über die Piste im Rückwärtsgang bevorsteht geht Gaby bis zu dem Haus - und winkt. Genau dort beginnt - aus unserer Perspektive - eine schmale aber geteerte gut befahrbare Straße.

Kurz danach erreichen wir wirklich den Südzipfel von Andøya mit einem schönen Strand und Brandung. Leider liegt direkt hinter dem Strand eine Anlage mit Bungalows und Wohnwagen. So beschließen wir wie geplant auf die Insel Hinnøya zu wechseln.

Rasch fahren wir auf der Ostseite von Andøya nordwärts bis Risøyhamn und überqueren auf einer Brücke den Risøysundet - schon haben wir Hinnøya erreicht. Wir wollen aber die nächsten Tage in der Nähe von Harstad verbringen und sausen deshalb auf der Straße 82 nach Süden. Die 82 verlassen wir der Beschilderung nach Harstad folgend zum Fähranleger in Flesnes. Die Fähre bringt uns für 109 NOK (Fahrzeug bis 6 m incl. Fahrer - 79 NOK; Erwachsener 30 NOK) in 20 Minuten nach Revsnes ...

... und wir setzen die Fahrt am Kvæfjorden fort, bis wir in Borkenes das Entsorgungssymbol und ein Wohnmobil sehen.

Die beiden letzten Stunden waren wir bei wechselnder Bewölkung unterwegs, aber kaum haben wir es uns auf diesem Picknickplatz gemütlich gemacht, verschwinden die Wolken und wir können den Blick genießen über den Kvæfjord auf die Berge mit den Schneeresten ...

...und die Boote im Hafen direkt vor uns.

18.07.2011 Borkenes - Aunfjellet 32 km

Nur eine kurze Fahrt trennt uns vom nächsten Ziel im Grünen, dem WOMO-Stellplatz 127 in Tour 8 des WOMO-Führers Nord-Norwegen.

Ein ruhiger Tag endet mit etwas Aufregung am Abend: Erst eine, dann drei und dann etliche Kühe kommen zu dem Grillplatz neben uns ...

.

... und lecken die Asche auf.

Es werden immer mehr, sie schubsen sich zur Seite, stoßen an unserem Campingbus, verstellen dabei mit ihrem Hintern den Spiegel und lassen sich auch durch das Bellen von Julie nicht vertreiben.

19.07.2011 Aunfjellet - Harstadt - Gressholmen - Sandstrand - Evenes 100 km

Nach einigen Regentropfen am Morgen verschwinden am nächsten Tag die Wolken und wir wollen uns für die letzte Nacht in Norwegen einen schönen Mitternachtssonnenplatz suchen. Das wird in dieser Region schwierig, denn einen Blick aufs offene Meer gibt es kaum noch.

Zunächst machen wir einen Abstecher nach Harstad und fahren auf den Platz am Kulturhus (WOMO-Führer Platz 132). Laut WOMO-Führer dürfen in Harstad ausländische Fahrzeuge kostenlos parken. Dies gilt offenbar nicht mehr, denn weder im Prospekt der Touristeninformation noch an den Parkplätzen gibt es entsprechenden Hinweise.

Hier könnte man übernachten und am nächsten Morgen gegen 8 Uhr die Hurtigruten-Schiffe sehen, die auf dem Weg nach Norden und Süden fast gleichzeitig in Harstad anlegen. Aber wir hoffen ja auf einen Platz mit freiem Blick nach Norden und fahren zur nächsten Empfehlung, ...

... dem Bade- und Picknickplatz Gressholmen (134). Ein schöner menschenleerer Strand mit Liegeweise bei idealem Sommerwetter - warum ist hier kein Mensch??? Uns gefällt der Parkplatz allerdings nicht als Übernachtungsplatz, zumal man aus dem Womo keinen freien Blick nach Norden hätte sondern auf den Damm gehen müsste, der zum Gressholmen-Inselchen führt.

Im Reiseatlas entdecken wir noch eine Straße weiter südlich nach Sandstrand (der Ort heisst so!), die einen freien Nordblick verspricht. Genau dort wo keine Berge die Sicht verdecken müsste Norden sein. Wir finden diesen Picknickplatz am Straßenrand aber sind erstaunt über den regen Autoverkehr. Würden wir hier bleiben wäre wohl mit einsetzendem Berufsverkehr am frühen Morgen unsere Nachtruhe vorbei. Wir geben unsere Hoffnung auf den letztmaligen Anblick der Mitternachtssonne auf ...

... und fahren noch etwas weiter nach Süden an den Ofotfjord zum Platz 135 bei Evenes (den Platz 136 ziert ein WOMO-Verbotsschild). Etwa einem Kilometer von unserem Übernachtungsplatz entfernt gibt es in sehr schöner Lage ...

... mit Blick auf die Berge südlich von Narvik auf der anderen Seite des Fjords ...

... diesen "Campingplatz".

Wir bleiben jedoch auf unserem Platz in Strandnähe. Hier trauen sich einige Menschen tatsächlich ins Wasser.

Einige Stunden später bei Ebbe trauen wir uns auch - mit den Füßen. Nein, mehr als Hände und Füße möchten wir nicht mit diesem kalten Wasser in Berührung bringen.

Das sieht auch Julie so, die mich für ca. 2 Sekunden verfolgt und dann erschreckt "die Kurve kratzt" und lieber fliegend als laufend wieder das Wasser verlassen möchte.

Mit diesen Strandfotos verabschieden wir uns nach fast 5 Wochen aus dem nördlichsten Teil Norwegens. Am nächsten Tag fahren wir über die E 10 in Richtung Kiruna nach Schweden und berichten darüber demnächst

hier im nächsten Teil unseres Reiseberichtes.

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