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Route A1/ A2 (gemäß Reisehandbuch): Ceuta - Fnideg - Tetouan - Martil - Oued Laou - Jebha - Alhoceima (Teil 4 von 4)

20.12. bis 21.12.2009

Übernachtung in Cala Iris/ Torres und Weiterfahrt bis Al Hoceima

NEUER BERICHT: Auf perfekt ausgebauter Küstenstraße zum neuen sehr schön gelegenen Campingplatz Cala Iris im Januar 2014.

Ist das nicht traumhaft schön? Uns zu Füßen liegt Cala Iris, wo wir die nächste Nacht verbringen möchten.

Hier der Blick auf den dunklen Sandstrand ...

... und direkt daran der Campingplatz - der 2008 wohl für immer geschlossen wurde! Das war uns aber schon aus Edith Kohlbachs Reisehandbuch bekannt - aber wenn man einen solch ideal gelegenen Platz sieht wird die Schließung erst recht unverständlich.

Stattdessen soll(te) hier die Luxus-Feirenanlage Fort Cala Iris entstehen - solche Plakate stehen an der gesamte Küstenstraße des winzigen Ortes.

Allerdings ist den Investoren kurz nach Baubeginn wohl das Geld ausgegangen, ...

... denn hier hat sich wohl schon lange kein Bauarbeiter mehr betätigt.

So beschließen wir, sichtgeschützt hinter den Werbetafeln für die geplante Anlage die Nacht zu verbringen - die Straße rechts im Bild endet nach ca. 100 m am Hafen. Aber nach etwa einer Stunde erscheint ein Mann und teilt uns mit, das Übernachten sei hier verboten, nur im Hafen wäre es erlaubt.

Also fahren wir dorthin und parken zwischen den PKW der Fischer, die ihre Schiffe klarmachen zum Auslaufen. Aber auch hier währt das Glück nicht lange - es erscheint ein uniformierter Mensch und erklärt uns in Französisch und Englisch, das Übernachten im Hafen sei verboten. Während ich noch mit ihm rede, erscheint der Mensch, der uns von dem "Parking" in den Hafen geschickt hat - und ein riesiges Palaver zwischen den beiden beginnt. Wir lassen die beiden reden und verlassen diesen hübschen aber gastunfreundlichen Ort ...

... und erreichen wenige Kilometer entfernt den im Reisehandbuch beschriebenen Parkplatz direkt am Meer in Torres.

Unter dem Hügel mit den Ruinen rechts im Bild der Stützpunkt der Sicherheitskräfte (mal Gendarmerie Royal, mal Force Auxiliere, und hier ?). Nach Einbruch der Dunkelheit erscheinen zwei Männer aus dem Stützpunkt, klopfen ans Auto, stellen sich vor als "Police Maritime" - die "Firma" kannten wir noch nicht - und fragen, ob wir hier übernachten wollen. Ich ahne schreckliches, erkläre, dass uns die Gendarmerie Royal in Cala Iris hierher geschickt hat mit dem Hinweis, hier in Torres dürften wir übernachten. Ja, kein Problem - nur unsere Pässe möchten sie registrieren. Na super, daran soll der Abend nicht scheitern. Und was für ein interessanter Abend das wird!

Beim Hundespaziergang nach dem Abendessen kreuzen sich wieder unsere Wege und der "Wortführer" der beiden läd mich ins Café ein - solch einen süßen Nescafé hab ich noch nie getrunken - specialty of Morocco! Wir verbringen da zwei bis drei Stunden mit unserem Kauderwelsch aus Englisch und Französisch und sprechen über Gott und die Welt. Es ist wieder mal so ein faszinierenden Treffen, wie wir es bisher bei jeder Marokko-Reise erlebt haben - und in keinem anderen unserer Reiseländer.

Er hat 2 Jahre Englisch in der Schule gelernt und seit dem Schulabschluss vor 12 Jahren nie Englisch gesprochen. Aber er hat weiter etwas Englisch gelernt - durch die Songs von Deep Purple, die deutsche Heavy Metal Band "Scorpions" und Metalica und oft den Musiksender Viva TV gesehen. Ist das zu fassen: Ich sitze hier in einem winzigen Nest in Marokko und spreche mit einem ca. 30jährigen Marokkaner über Hard& Heavy-Bands!

Und ein weiteres Thema ergibt sich: Einige Jahre war er in der Westsahara stationiert, südlich von Dakhla in den winzigen Nestern El Argoub und Barbas. Die kennt kein Mensch, der nicht mal nach Mauretanien gefahren ist - kein Deutscher, aber auch kein Marokkaner. Er kann es nicht glauben, dass ich mit diesen Ortsnamen etwas anfangen kann - und ich zeige ihm die Fotos vom Hotel Barbas, an dem wir vor dem Grenzübertritt nach Mauretanien 2006 übernachtet haben.

Am nächsten morgen fahren wir über die gut ausgebaute Straße weiter nach Al Hoceima. Zuerst biegen wir zum "Plage Isly" ab, ...

... wo man hinter den Café-Hütten auf dem Parkplatz mit Meerblick stehen könnte.

Wir fahren aber ohne Verkehrsstress durch die Stadt und hinunter zum gut ausgeschilderten Plage Quemado ...

... wo man vielleicht auch übernachten könnte. Aber direkt daran vorbei führt die Einbahnstraße zum Hafen - das könnte der Nachtruhe abträglich sein.

Der schwarze Punkt in der WANA-Karte zeigt unseren derzeitigen Standort:

Wir fahren weiter zu dem im Reisehandbuch beschriebenen Platz am Strand, ...

... von dem aus man die spanische Felseninsel "Penon de Alhucima" im Blick hat. (Welch sinnlose Geldverschwendung der Spanier, solche an sich unbewohnbaren Felsen direkt vor den marokkanischen Stränden als letzte "Kolonien" zu erhalten.)

Der von Edith Kohlbach beschriebene Eykalyptuswald ist eingezäunt (vgl. Cala Iris), von Arbeiten an der Super-Ferienanlage ist aber nichts zu bemerken. Direkt rechts hinter den Plakaten am Strand befindet sich wieder ein Sicherheitsposten. Ich frage ihn, ob man hier übernachten darf. Kein Problem, nur die Pässe möchte er sehen. Okay, gut zu wissen und zur Weitergabe der Information. Es ist jedoch Vormittag und wir wollen noch weiter bis Nador.

Falls Sie über eine Suchmaschine oder einen externen Link direkt auf diese Seite gekommen sind: Hier gibt es den vollständigen Reisebericht "Überwintern in Marokko 2009/2010".

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