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Reisebericht: Mit dem Wohnmobil in Marokko 21.12. 2013 bis 18.02.2014 - Teil 2 von 9

Oued Laou - Caiat Refuge und Café Rueda/Rifgebirge - Chefchaouen - Oued Laou - Jebha - Cala Iris 03.01. bis 10.01.2014

Dieser Teil unseres Reiseberichtes enthält drei besondere Höhepunkte:

- Mit der weißblauen Stadt Chefchaouen hoch in den Bergen vielleicht DIE schönste Stadt Marokkos!

- Mit der neuen Küstenstraße N 16 zwischen Oued Laou und Cala Iris eine der schönsten Straßen der Welt!

- Mit dem Campingplatz Amis de Cala Iris zur Zeit zweifellos den schönstgelegenen Campingplatz an der marokkanischen Mittelmeerküste!

Die Gesamtübersicht mit den Links zu den einzelnen Teilen dieses Reiseberichts gibt es HIER!

03.01. bis 04.01. Oued Laou - Caiat Refuge und Café Rueda/ Rifgebirge ca. 40 km

Das Rifgebirge im grünen Norden Marokkos soll sehr schön sein und die Strecke zwischen Oued Laou und Chefchaouen eine der schönsten Nordmarokkos schreibt Edith Kohlbach (Literaturhinweise am Ende der Seite) in ihren Büchern. Unsere schon recht große Erwartungshaltung wird noch deutlich übertroffen! Tiefe enge Schluchten ...

... und steile Felswände ...

... direkt neben der neuen gut ausgebauten Straße lassen uns zu mehreren Fotostops anhalten. Manchmal schaut man auf winzige Dörfer im Tal unterhalb der Straße, dann wieder erblickt man Häuser hoch oben an den Hängen - ...

... hier dank Zoomfunktion in Großaufnahme.

In einer Kurve biegen wir links ab in Richtung Akchour, wo es eindrucksvolle Wasserfälle geben soll. Wir beschränken uns aber auf die Fahrt durchs Tal mit schönen Ausblicken auf die Gipfel des Rifgebirges und die Stromschnellen unter uns. Am gebührenpflichtigen Parkplatz wenden wir und verzichten auf die 40minütige Wanderung, denn unmittelbar vor der Abzweigung haben wir Caiat Refuge passiert, wo es einen Stellplatz für Wohnmobile geben soll. Leider haben wir den nicht gesehen und wollen jetzt am Nachmittag erstmal klären, wo wir übernachten können.

Wir haben Glück: Auf dem kleinen Parkplatz der Hotelanlage dürfen wir übernachten und schaffen mit unserem Sprinter auch die Zufahrt. Mit unserem vorherigen Citroen Jumper wäre es wohl nicht gelungen, mit größeren Wohnmobilen ist die Zufahrt unmöglich. Den Übernachtungsplatz auf der anderen Straßenseite gibt es nicht bzw. dort liegen Schotter und Steine. Der portugiesische Eigentümer des Caiat Refuge ist in Portugal und sein Mitarbeiter wirkt ziemlich erstaunt über unseren Übernachtungswunsch mit einem Wohnmobil. Er meint, vielleicht hätte es hier vor 5 Jahren einen Campingplatz gegeben bevor die Bungalows gebaut wurden.

Wir sind froh, dass wir bleiben können und genießen ein leckeres Abendessen im Restaurant des Caiat Refuge.

04.01. bis 06.01.2014 Caiat Refuge/ Café Rueda - Chefchaouen 24 km

Am nächsten Morgen trauen wir unseren Augen kaum: Am nächsten Haus ca. 100 m nach Caiat Refuge direkt in der Kurve mit der Abzweigung zu den Wasserfällen sehen wir mehrere Campingfahrzeuge. Wir fahren zunächst weiter nach Chefchaouen und "erforschen" zwei Tage später bei der Rückfahrt diesen Platz.

Er gehört zum Café Rueda und von zwei Deutschen erfahren wir: Man darf hier übernachten, wenn man zumindest zum Abendessen das Restaurant aufsucht. Auch Wasser bunkern darf man für die Weiterfahrt. Leider ist der Chef gerade nicht anwesend und der Mitarbeiter spricht kaum Fremdsprachen.

Ich beschränke mich deshalb auf das Foto mit dem Tal- und Gebirgsblick vom Platz und der Empfehlung, Platz und Restaurant zu testen.

04.01. bis 06.01.2014 Caiat Refuge und Café Rueda/ Rifgebirge - Chefchaouen 24 km

Wir fahren weiter nach Chefchaouen, wo uns am Berg oberhalb der Stadt mit Camping Azilane ein großer Campingplatz mit stadttypisch blau gestrichenen Sanitär- und Restaurantgebäuden erwartet. Die große ebene Schotterfläche ist für Campingfahrzeuge vorgesehen. Tagsüber stehen wir hier fast allein, am ersten Abend trifft nach Einbruch der Dunkelheit eine italienische Wohnmobilarmada von über 15 Fahrzeugen ein.

Gelbe Ringelblumen künden hier vom Frühling, den wir in der lippischen Heimat erst in mehr als 3 Monaten erwarten.

Der kürzeste Fußweg in die schöne weißblaue Stadt hoch oben in den Bergen führt vom Campingplatz links am Hotel Atlas Chaouen vorbei. Schon nach wenigen Minuten schaut man von oben auf die Stadtmauer und die Altstadt, die direkt dahinter beginnt.

Durch das Stadttor gelangt man sofort in die Gassen mit den hübsch gestrichenen Häusern und den landestypischen Brunnen, Haustüren, Strom- und Telefonleitungen.

Außer uns hat sich nur ein Touristenpaar hier oben in diesen Teil der Stadt "verirrt". Der normale Touristenauflauf findet einige Etagen tiefer in der Nähe der Kasbah statt. Hier oben gibt es keinen Fahrzeugverkehr denn die können auf Treppenwegen an diesem steilen Hang nicht fahren.

Diesmal fiel es besonders schwer Fotos auszuwählen angesichts der vielen Motive hübscher Winkel, ...

... schöner Haustüren ...

... und enger Gassen.

Schließlich erreichen wir den großen Platz mit Cafés und Restaurants hinter der Kasbah von Chefchaouen. Von hier kann man erahnen, welch ein Gewirr enger Gassen es zwischen diesem Platz und der Stadtmauer oben am Berg gibt.

Sicherlich bietet auch die Dachterrasse des Cafés einen tollen Blick über Stadt und Berge. Wir bevorzugen jedoch einen Platz in einem Café hier vorne links um uns das Treiben auf dem Platz und am Hintereingang der Kasbah anzuschauen. Einheimische, marokkanische und internationale Touristen lassen sich hier heute am Sonntagmittag beobachten. Fast zwei Stunden bleiben wir hier, es ist einfach nur schön beim Minztee gemütlich in der Sonne zu sitzen.

Es fällt schon schwer, einen Moment ohne ausländische Touristen zu erwischen. Aber wer will schon blonde Europäerinnen oder schlitzäugige Asiaten auf einem Foto aus Marokko sehen?

Wer mag, kann an mehreren Ständen gemalte Eindrücke aus Chefchaouen auf Leinwand erwerben.

Um die Fahrstraßen zum Campingplatz zu erreichen müssen wir zunächst noch weiter abwärts, ...

... vorbei an sehenswerten Geschäften ...

... und diesem schönen Brunnen. Nach dem Rückmarsch an der Serpentinenstrecke aufwärts ist klar: Auch für den Rückweg wäre der Weg durch die Gassen in Richtung Stadtmauer kürzer und schneller gewesen!

Das Fazit unseres Besuchs von Chefchaouen: Diese Stadt MUSS man gesehen haben! Im Rückblick auf die vorherigen vier Marokkoreisen fällt uns keine vergleichbar schöne und saubere Stadt ein. Allenfalls Asilah steht mit Chefchaouen auf einer Stufe, gefolgt von Essaouiera. Aber beide sind kleiner und liegen am Atlantik, insofern ein ganz anderes Umfeld als die Gebirgsstadt Chefchaouen. Besonders erfreulich: Keine lästige Anmache durch Händler, Kinder oder aufdringliche Führer - sehr angenehm zum selbst erwandern!

06.01. Chefchaouen - Oued Laou - Jebha - Camping Amis de Cala Iris 197 km

Talabwärts geht es wieder nach Oued Laou. Ist es hier innerhalb von drei Tagen noch grüner geworden auf den Feldern und in den Gärten?

Auf der seit unserem letzten Besuch 2009/2010 vollständig fertiggestellten Küstenstraße N 16 geht es ab Oued Laou ostwärts. Im Wettbewerb um die schönsten Straßen der Welt hat die Strecke zwischen Oued Laou und Alhoceima einen der ersten Plätze verdient! Mal führt sie fast auf Meereshöhe direkt am Mittelmeerstrand entlang, ...

... wenige Augenblicke später schaut man aus großer Höhe auf Strand und Meer.

Hier kann man sehr schön erkennen, wie sich die Straße an den Ausläufern des Rifgebirges entlangschlängelt. Trotzdem geht es zügig voran: Erstens gibt es relativ wenig Verkehr, zweitens gibt es an fast allen Steigungen eine Spur für langsame Fahrzeuge (wie an den französischen Nationalstraßen).

Manchmal führt die Strecke durch winzige Dörfer in engen Tälern. Überall sieht man die für diese Region typischen pilzförmigen Strohhaufen.

Eigentlich möchten wir in der Nähe von Jebha übernachten und erblicken genau hier wenige Kilometer vor dem Ort etwas abseits der N 16 einen großen Campingplatz mit geöffnetem Tor. Eine große ebene Stellfläche, neu und sauber aussehende Gebäude und ein schöner Blick auf den Ort und die Bucht von Jebha.

Wir fahren durch das Tor, aber zunächst gibt es kein Lebenszeichen. Als ich dieses Foto mache erscheint ein Mann und erklärt mir: "Camping interdit, parking plage interdit, Parking Jebha!" Danke, sehr freundlich, grrr! Kurz vorm Ortseingang von Jebha verweist noch ein "Camping"-Schild nach links, aber da gilt sicher auch "Parking Plage interdit". Angesichts des herrlichen Wetters möchten wir die Campingmöbel rausstellen und die Sonne genießen. Der Parkplatz am Hafen von Jebha ist dafür nicht geeignet. Und überhaupt: Wenn man am Strand von Jebha keine Wohnmobilisten haben will, bitte! Es soll ja etwas weiter im Osten in Cala Iris einen neuen Campingplatz am Meer geben, auf dem Touristen willkommen sind.

Von Jebha windet sich die N 16 hinauf auf über 800 m Höhe. Als ich aussteige um die Serpentinen zu fotografieren bemerkt Gaby, dass sich die Büsche am Steilhang bewegen. Mit Zoom versuche ich möglichst unbemerkt die Frauen zu fotografieren, die unter den "wandernden Sträuchern" stecken.

Hier der eigentliche Anlass für den Fotostop: Von Jebha windet sich die N 16 in weiten Bögen und engen Kehren am Rifgebirge hinauf, ...

... im Hintergrund das blaue Mittelmeer und der blaue Himmel. Habe ich zuviel versprochen mit der Aussage: Eine der schönsten Straßen der Welt?

Landeinwärts führt der Blick in die Täler und über die Gipfel des Rifgebirges mit winzigen Dörfern, die durch schmale Pisten erschlossen werden.

Als ich auf dem Rückweg zum Campingbus bin sehe ich oberhalb die "wandernden Sträucher", die ich dank ausgeklapptem Display fotografieren kann ohne die Kamera vor die Augen zu nehmen.

Einige Kilometer weit verläuft die N 16 auf ca. 800 m Höhe an den Bergen entlang. Hier ist das Grün noch nicht angekommen. Das liegt vermutlich weniger an der Höhe als daran, dass es weniger Niederschlag gibt je weiter man nach Osten kommt. Den ersten Regen der Atlantiktiefs fangen die hohen Berge bei Chefchaouen ab, weshalb es dort und westlich davon grüner ist als im Osten.

Vom Straßenrand blickt man auf die Bauernhöfe und auch hier wieder auf die "Stroh-Pilze".

Rasch geht es wieder abwärts durch rotbraune Felder. Hier sieht man die sehr gute Straße mit einer Spur bergab und zwei Spuren bergauf. In dieser Region wachsen viele Mandelbäume ...

... von denen einige bereits jetzt Anfang Januar ihre geöffneten Blüten zeigen.

Wir freuen uns den Abzweig links nach Torres und Cala Iris zu sehen, wo wir bereits vor 4 Jahren einen interessanten Aufenthalt hatten, siehe unseren damaligen Reisebericht. Bitte öffnen Sie den Bericht und vergleichen Sie das vorstehende Foto mit dem ersten auf der Seite vom Dezember 2009, sehen Sie einen Unterschied?

Wenn man genau hinschaut erkennt man auf der Steilküste hinter dem Hafen unser Ziel des Tages: den neu angelegten Campingplatz Amis de Cala Iris! Bis 2008 gab es einen Campingplatz direkt am Sandstrand vor dem Hafen. Der wurde leider geschlossen, weil hier eine Ferienanlage errichtet werden sollte. Bilder dazu gibt es im Bericht von 2009, die Ruinen der Baustelle wachsen immer weiter zu!

Wesentlich erfolgreicher war hingegen die Anlage des neuen Campingplatzes durch einen privaten Betreiber auf der anderen Seite des Hafens. Mehr dazu auf unserer Sonderseite zum Campingplatz Amis de Cala Iris, auf dem wir aufgrund der traumhaft schönen Lage, der perfekten Ausstattung und der netten Mitarbeiter vier Tage und Nächte bleiben.

Über den weiteren Reiseverlauf berichten wir hier im nächsten Teil unseres Reiseberichtes.

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Seit unserer ersten Marokkoreise 2003/2004 sind wir treue "Fans" der Marokko-Spezialistin Edith Kohlbach und ihrer Reiseführer. Zur Vorbereitung und unterwegs gehören das Reisehandbuch Marokko und die aktuellste Ausgabe des Campingführers Marokko Mauretanien zu unserer Grundausstattung.

Wer den weitgehend unbekannten Osten Marokkos vom Mittelmeer bis zur Oase Figuig im äußersten Südostzipfel Marokkos und die fast unbewohnten wunderschönen Regionen dazwischen kennenlernen will sollte den speziellen Reiseführer Marokko Oriental von Edith Kohlbach nutzen!

Wer erstmals nach Marokko reist ist gut beraten, sich Hintergrundinformationen über Sitten und Gebräuche dieses islamischen Landes im Buch KulturSchock Marokko von Muriel Brunswig anzulesen.

Außerdem gehört eine aktuelle Straßenkarte wie die Marco Polo Marokko 1 : 800 000 an Bord.

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