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Reisebericht: Mit dem Wohnmobil durch Nordspanien / Galicien 23.08. bis 05.10.2014

Teil 8 von 10: Weinreise durch den Osten Galiciens vom Weinbaugebiet Monterrei bei Verin durchs Gebirge über Valdeorras nach Ribeira Sacra an den Steilhängen des Rio Sil bei Castro Caldelas

Verin (Monterrei) - Viana Do Bolo - Vilamartin de Valdeorras - San Clodio - Castro Caldelas - Doade 21. bis 24.09.2014

Unsere "Weinreise" durch Galicien wird unterbrochen durch die Überquerung eines Gebirges, danach aber fortgesetzt in der Weinbauregion Valdeorras. Hier führt uns das Glück des Zufalls in eine "Weinhöhle" und als Dank für unsere Besichtigung bekommen wir auch noch zwei Flaschen Wein geschenkt. Dann nähern wir uns dem landschaftlichen Höhepunkt unserer Reise mit den steilsten Steillagen am Rio Sil im Weinanbaugebiet Ribeira Sacra.

Hier geht es zur Gesamtübersicht/ Kurzfassung dieses Reiseberichtes.

21. bis 23.09. Verin (Monterrei) - Viana Do Bolo - Vilamartin de Valdeorras - San Clodio 139 km

Bei überwiegend bewölktem Himmel aber sehr guter Sicht fahren wir vom Weinanbaugebiet Monterrei auf ca. 400 m Höhe über einen 1.050 m hohen Pass in die Weinbauregion Valdeorras am Rio Sil auf ca. 250 m Höhe. Im Westen sehen wir bei der "Hochgebirgstour" Cabeza de Manzaneda auf 1778 m Höhe (Skigebiet mit Liften im Winter), im Osten den Pena Trevinca (2.127m, höchster Berg Galiciens) und im Norden schon "hinter" dem Rio Sil die Serra do Courel mit ihren über 1.600 m hohen Bergen.

Wir verlassen die Autobahn bei Vendas da Barreira. Dieser Ort bietet keine besonderen Sehenswürdigkeiten, ...

... aber für uns die Erinnerung an die Reise im Januar 2013 als wir genau an dieser Stelle das verschneite galicische Bergland fotografiert haben.

Auf gut 900 m Höhe führt die gute breite Straße durch das Bergland, welches sich jetzt von seiner grünen statt weißen Seite zeigt.

Bisher hatten wir nur gut gefüllte Stauseeen gesehen aber hier im trockenen Südosten Galiciens ist der Höchststand noch lange nicht erreicht.

"Still ruht der See" und ermöglicht so die perfekten Spiegelungen.

Einziger größerer Ort in einem Tal zwischen den Pässen im Süden und Norden ist Viana do Bolo auf ca. 650 m Höhe. Auch hier wird zu unserer Überraschung Wein angebaut, zu einem anerkannten Weinbaugebiet (DO) gehört dieser Ort aber nicht.

Recht karg und kaum besiedelt sind die Bergregionen in diesem Bereich.

Nach der Fahrt über den 1.050 m hohen Pass Alto de Cavelo sehen wir schon am Nordhang des Gebirges im Tal des Rio Bibei ...

... die ersten Wein-Terrassen dieser Weinbauregion.

Bei A Rua erreichen wir das Tal des Rio Sil. Aufgrund der Empfehlung von Eva und Anette von Knulps Reisen fahren wir zunächst nach Osten zum Weindorf Vilamartin de Valdeorras. Hier wird der Wein in Höhlen bei ganzjährig gleichbleibenden Temperaturen hergestellt und aufbewahrt. Jetzt am Sonntagmittag ist alles geschlossen und kaum ein Mensch zu sehen - aber ein Mensch sieht uns beim Fotografieren. Er ruft und winkt, er möchte uns seine Weinhöhle zeigen und schenkt uns eine Weinprobe ein.

Von außen sieht das hier eher nach Garagen aus, nur die Schornsteine oben drüber wirken etwas "komisch".

Von innen sieht dann der "Schornstein" so aus.

Er dient zur Entlüftung dieses ungewöhnlichen "Weinkellers".

Er informiert uns über das jährliche "Höhlenfest", an dem ca. 5.000 Menschen am 1. Samstag im August durch den kleinen Ort strömen. Dann gibt es in jeder der ca. 50 Höhlen Weinausschank und Kleinigkeiten zu essen. Er zeigt uns Fotos und Zeitungsartikel über dieses Ereignis. Natürlich möchten wir auch Wein von ihm kaufen - aber das gelingt uns nicht! Wir bekommen zwar je eine Flasche Weiss- und Rotwein aber er weigert sich kategorisch Geld anzunehmen, mehrere Versuche scheitern. So bleibt uns ziemlich perplex nur der Abschied mit vielen "Muchas Gracias".

Vorbei an Weinstöcken, die auf die Lese warten, ...

... geht es durch enge Gassen der Ruta de Covas an weiteren Höhlen vorbei. Ohne den Hinweis von Anette und Eva wären wir wohl nicht in diesen Ort gekommen und ohne den netten Mann hätten wir nicht erfahren, wie es hinter diesen Türen aussieht.

Mitten im Ort entdecken wir eine Passionsblumenhecke. An dieser Pflanze gibt es alles gleichzeitig: Knospen verschiedener Entwicklungsstadien, geöffnete Blüten, unreife und reife Früchte.

Und dann gibt es da an den Blüten diese Insekten. Aus dieser Perspektive scheint es eine Hummel zu sein, ...

... aus dieser eher eine Biene. Aber das Viech ist wesentlich größer als die uns bisher bekannten Bienen und hat riesige Flügel. Eine Mailanfrage bei Eva bringt die Erklärung: Es handelt sich um Holzbienen, die zur Familie der echten Bienen gehören aber eben wesentlich größer sind als die in Deutschland weit verbreiteten Honigbienen.

Nach diesem Tagesprogramm sind wir schon etwas "geschafft" als wir den Wohnmobilstellplatz in San Clodio bei Ribas de Sil erreichen. Hier gibt es die V+E-Station und drei markierte Plätze nur für Wohnmobile.

Laut der spanischen Wohnmobil-Website areasac.es darf man aber auch 200 m weiter auf dem Parkstreifen am Rio Sil übernachten ...

... und das tuen wir mit diesem Ausblick und dem leisen Rauschen der Stromschnellen des Sil hier gleich 2 Nächte. Wir haben uns doch mal wieder einen Ruhetag verdient und dieser Reisebericht entsteht ja nicht von selbst!

Die Straße führt hier nur weiter in die Felder, es gibt praktisch keinen Autoverkehr sondern absolute Ruhe. Aber es gibt einen großen gepflegten Picknickplatz und ein Restaurant etwa 100 m hinter unserem Campingbus gleich neben dem gekennzeichneten Stellplatz. Auf den ersten Blick wirkt es eher wie ein Imbiss, die Speisekarte zeigt aber eine große Auswahl an Gerichten und was dann auf unsere Teller kommt ist absolute Spitzenklasse: Gefüllte Paprika und die zartesten Chipirones (panierte und fritierte Mini-Tintenfische) die wir je gegessen haben als 1. Gang, Kalbsmedaillons bzw. Schweinefilet mit Roquefortsauße als "Segundo" - absolut köstlich und empfehlenswert!

23./24.09. San Clodio - Castro Caldelas - 26 km

Wir starten am Rio Sil im dichten Nebel, erst auf ca. 900 m über NN schweben wir über den Wolken und sehen diese kleine "Insel".

Winzige Dörfer und Weiden bestimmen das Bild auf dem Höhenweg nach Castro Caldelas.

Ein kostenloser Wohnmobil-Stellplatz mit V+E, überragt von Burg und Altstadt und toller Fernsicht über die Weinberge und die Serra do Courel mit ihren über 1.600 m hohen Bergen nördlich des Sil-Tales - was will man mehr? Eben - die Fernsicht! Doch was haben die Witzbolde in Castro Caldelas gemacht - bitte genau hinschauen: Eine über 2 m hohe blickdichte Lebensbaumhecke in Richtung Tal gepflanzt!

Der kleine Ort hoch über dem Sil-Tal ist aber auf jeden Fall eine Reise wert.

Enge Gassen, Treppenwege ...

... und die typischen verglasten Häuser ...

... bestimmen das Ortsbild.

Ganz oben neben der Burg ...

... liegt der Friedhof und von diesem hat man den besten Tal- und Landschaftsblick.

23./24.09. Castro Caldelas - Doade - (Balcons de Madrid) 60 km

Ziel des Tages ist der Sil-Canyon mit seinen Felswänden. Vorher fahren wir von Castro Caldelas auf kurvenreicher Strecke ca. 11 km hinunter ins Sil-Tal ...

... und auf der anderen Talseite durch die Steilhanglagen des Ribeira-Sacra-Weines ca. 4 km bis zum Dorf Doade wieder hinauf.

In Doade wenden wir und bleiben einige Zeit auf dem Parkplatz eines Aussichtspunktes. Hier stehen einige Esskastanienbäume ...

... bei denen man sehr gut die Größe der "Igel" erkennen kann.

An der Brücke über den Sil starten die Ausflugsschiffe für Rundfahrten durch das enge Tal, manche Teilnehmer werden mit Reisebussen zum Anleger gebracht. Die von uns beschriebene Strecke ist also auch für Dickschiffe befahrbar und wer in dieser Region unterwegs ist sollte sich diese Fahrt durch die Steilhänge nicht entgehen lassen.

Rechts im Bild sieht man einen Aufzug, mit dem die Ernte nach oben an die Straße gebracht wird.

Hier geht es zum 9. Teil dieses Reiseberichtes.

Hier geht es zur Gesamtübersicht/ Kurzfassung dieses Reiseberichtes.

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