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Reisebericht: Mit dem Wohnmobil durch Nord-Italien und die Provence 15.05. bis 16.06.2013

Teil 2 von 4: La Spezia/ Portovénere - Cinque Terre - Varese Ligure - San Stefano d`Aveto (Ligurien) - Casaleggio Boiro - Ovada - Cassinasco - Barbaresco (Piemont) 23. bis 30.05.2013

Wir erforschen die Küstenstraße der Cinque Terre, sehen von hier überraschenderweise die Alpen und entdecken weitere schöne Orte im Hinterland Liguriens. Nach einigen Pässen im Hochgebirge lassen wir es "niedriger" angehen im Hügelland des Piemont. Hier inmitten der Weinberge erfreuen wir uns bei klarer Sicht und milden Temperaturen am Schnee, der in der Ferne auf den Gipfeln der Alpen liegt.

23. - 26.05. Portovénere - La Spezia - Cinque Terre - Varese Ligure 111 km

Wie bereits im 1. Teil dieses Reiseberichtes erwähnt verlassen wir aufgrund der Bewölkung Portovénere am nächsten Morgen ohne Ortsbesichtigung. Etwa zeitgleich mit uns hat der Containerfrachter "MSC Clorinda" (366 m Länge, 51 m Breite) abgelegt, den wir am Tag vorher vom Wohnmobilstellplatz Portovénere aus im Hafen von La Spezia am Containerterminal gesehen hatten. Nun können wir beobachten, wie er vorbei an den kleinen Dörfern mit den Bergen im Hintergrund den Golf von La Spezia verlässt.

Wir wollen heute über die Küstenstraße die Cinque-Terre-Dörfer "von oben" begucken mit dem Wohnmobilstellplatz in Monterosso al Mare als Tagesziel. Den werden wir allerdings leider nicht erreichen, wie sich bald zeigt. Zunächst sieht - abgesehen von der dichten Bewölkung - alles gut aus. Die Straße windet sich mal höher, mal tiefer an den Steilhängen entlang und bietet etliche Parkmöglichkeiten um Fotos der Dörfer der Cinque Terre zu machen.

Wir verzichten auf den Besuch dieser Dörfer, denn wir haben ja Monterosso als Ziel, wo es direkt am Mittelmeer einen Stellplatz geben soll. In das "Felsendorf" Corniglia sollte man mit dem Wohnmobil eh nicht fahren.

Da ganz hinten in der Bucht können wir Monterosso schon erkennen und meinen auf dem Stellplatz nur 2 oder 3 Wohnmobile zu sehen. Komisch, warum stehen auf diesem Spitzenplatz kaum Wohnmobile? Aber erstmal bewegt uns eine andere Frage: "Was ist das für ein weißer Streifen am Horizont?"

Unglaublich, von hier kann man die schneebedeckten Alpengipfel westlich von Genua erkennen - damit hatten wir nun garnicht gerechnet.

Die Zoomfunktion der Kamera bringt sogar die Küstenorte zum Vorschein. Dies ist nun schon das letzte Cinque-Terre-Foto dieser Reise. Kurze Zeit später stehen wir an der gesperrten Küstenstraße.

Das Navi leitet uns nach Vernazza, obwohl irgendwann am Rand der steil abwärts gehenden Straße ein Schild steht, wonach nur noch autorisierte Personen weiterfahren dürfen. Hier hätten wir wirklich wenden sollen denn kurze Zeit und einige Serpentinen weiter unten stehen wir zunächst in einer Baustelle und dann auf einem Parkplatz. Dort ist nun wirklich Schluss der Reise. Es bleibt uns nichts anderes übrig als nach La Spezia zurückzufahren und von dort ins Hinterland.

Mit einem Bogen könnten wir so auch Monterosso erreichen aber nun wollen wir nicht mehr. Als nächstes Ziel steht Varese Ligure auf unserem Reiseplan und dorthin fahren wir nun auf kürzestem Wege.

Je näher wir unserem Ziel kommen um so sonniger wird es und als wir den Wohnmobil-Stellplatz von Varese Ligure direkt an zwei rauschenden Gebirgsbächen erreichen empfängt uns blauer Himmel mit weißen Wölkchen.

Vom Stellplatz aus sieht man die alte Bogenbrücke, die wir bei unserem Stadtbummel besuchen werden.

Die Reste der alten Stadtfestung erreicht man nach ca. 300 m vom Stellplatz aus und steht somit im hübschen Zentrum des Städtchens.

In den hübschen farbigen Häusern warten etliche Restaurants und Geschäfte sowie ein Supermarkt auf Kundschaft - wir müssen also nicht hungern und bleiben deshalb drei Tage hier! Es ist kein Fehler der Kamera ...

... und auch kein Sehfehler des Betrachters - die Häuserfassaden sind "gerundet"!

Im Schaufenster eines Geschäftes zeigt dieses Luftbild von Varese Ligure den Grundriss des Ortes - so hat man ihn gebaut!

"Rund" ist auch die alte Bogenbrücke, ...

... die man durch einen schmalen Gang stadtauswärts erreicht.

Von der Brücke hat man einen schönen Blick ins grüne ligurische Hügelland. Nur von Sonne und blauem Himmel kann es keine grüne Landschaft geben - so verbringen wir hier auch den einzigen Regentag des gesamten Italienaufenthalts und lauschen dem Rauschen der anschwellenden Fluten in den Bächen neben und hinter unserem Wohnmobil.

26./27.05. Varese Ligure (Ligurien) - Bardi - Farini (Emiglia Romana) - San Stefano d`Aveto (Ligurien) 132 km

Es gibt ja manchmal so Tage ... Heute ist einer davon, trotz blauem Himmel!

Auf kurvenreicher Strecke fahren wir durch die grüne Berglandschaft aufwärts zum Pass Cento Croci, mit dessen Überquerung wir von Ligurien nach Emilia Romagna wechseln. Über eine schmale Nebenstraße zuckeln wir durch die schöne Landschaft nach Bardi, das von dieser alten Burg überragt wird.

Weiter geht es nach Farini, unserem heutigen Tagesziel. In der Ferne sehen wir die am Vortag frisch eingeschneiten Gipfel. Hier ahnen wir noch nicht, dass wir bald genau dort seien werden. Zielstrebig führt uns das Navi zum Wohnmobil-Stellplatz von Farini, wunderschön an einem Fluss am Ortsrand gelegen. Aber hier ist alles dicht, auf jeder freien Fläche incl. Straßenrand stehen Wohnmobile und Wohnwagengespanne - ein Motorradrennen findet hier statt. Wir kämpfen uns durch bis zur V+E-Station und können es nicht fassen: Direkt auf der Rinne zur Brauchwasserentsorgung und dem Toilettenausguss hat jemand sein Wohnmobil nebst Motorradhänger abgestellt - Guten Appetit! Am liebsten möchte ich ihm unsere volle Toilette auf den Hänger kippen - in Varese Ligure gibt es zwar ein DIXI-Klo, aber darin wollten wir unsere Toilette nicht entsorgen. Wir konnten ja nicht ahnen, was uns hier erwartet.

Eigentlich erst am nächsten Tag wollten wir zurück nach Ligurien nach San Stefano d`Aveto. Nun bleibt uns ja nichts anderes übrig als heute schon dorthin zu fahren - nochmal viele Kilometer durchs Hochgebirge.

Dabei geht es über einen mehr als 1.500 m hohen Pass und so kommen wir dem Schnee von gestern heute schon näher als gedacht. Der wird dann wohl auch in der Nähe unseres nächsten Übernachtungsplatzes liegen an der Talstation des Skiliftes, dessen Parkplatz wir nun als nächstes Ziel ansteuern. Zielstrebig biegen wir im Ortszentrum von San Stefano dorthin ab - und hören bei der Fahrt bergauf aus dem Wald das Dröhnen von Motorrädern. Nein, das kann doch jetzt nicht wahr sein, oder? Doch - die Enduros knattern überall umher und auf dem erwarteten ruhigen Bergparkplatz steht alles rappelvoll. Wie gesagt: Es gibt manchmal so Tage ...

Einige Hundert Höhenmeter tiefer finden wir einen Schotterplatz am Ortsrand, als "P 3" ausgeschildert und sowohl am Rest des Tages als auch am Montagmorgen unbenutzt, außer durch uns. Bis zum frühen Abend hören wir das Knattern aus der Ferne, aber dann herrscht absolute Ruhe auf unserem "Notplatz".

Immerhin können wir von hier den Schnee sehen, in dem wir eigentlich heute Nachmittag unsere "Schneehäsin" Bella toben lassen wollten.

27./28.05. San Stefano d`Aveto (Ligurien) - Casaleggio Boiro (Piemont) 102 km

Heute wollen wir den Osten Liguriens verlassen und die nächsten Tage im Piemont verbringen. Den Appennin von Südost nach Nordwest auf Nebenstraßen zu durchqueren ist landschaftlich sehr reizvoll. Während der ersten Hälfte dieser Etappe fällt es allerdings schwer, eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 km/h zu erzielen. Damit ist zur Art der Strecke wohl alles gesagt.

Nach den hohen Bergen des Appennin erreichen wir die liebliche Hügellandschaft Piemonts mit den hübschen kleinen Dörfern oben drauf - auf den Hügeln.

Mittags fahren wir auf den Wohnmobil-Stellplatz in Casaleggio Boiro - er bietet fast alles, was das Wohnmobilistenherz begehrt, sogar Steckdosen. Ob da auch Strom rauskommt haben wir allerdings mangels Bedarf nicht getestet. Nur einen Ausguss zur Entleerung der Toilette haben wir nicht gefunden. Den brauchen wir heute aber auch nicht und morgen fahren wir ja ins schöne Ovada mit V+E am Stellplatz.

28./29.05. Casaleggio Boiro - Ovada - Cassinasco 62 km

Nach nur 9 km erreichen wir den Parkplatz mit V+E in Ovada, von dessen schön bemalten Häusern der Autor des Wohnmobilführers schwärmt.

Ach Du Sch...., so sieht die Toilette aus, wenn alles demoliert wurde und Wohnmobilisten in ihrer Not trotzdem hier entsorgen.

Der Parkplatz lädt auch nicht mit schönem Ausblick und ruhiger Lage zum Verweilen ein, ...

... also wollen wir wenigstens einige Fotos der schön bemalten Häuser von Ovada machen. Gleich nach Überqueren der Hauptstraße, die zwischen Altstadt und Parkplatz liegt, erblickt man eine enge Gasse und an deren Ende schon eine schön bemalte Fassade.

Wenige Schritte weiter das dann nächste schöne Haus ...

... und das war es dann weitgehend. Der ganz überwiegende Teil der Gebäude, egal ob Kirchen ...

... oder Wohn-/Geschäftshäuser veranlasst uns nicht, Ovada zu einer der schönsten Städte Italiens zu wählen. Da werden wir noch ganz andere wirkliche Schönheiten zu sehen bekommen, kann ich jetzt schon mal verraten (im 3. Teil des Reiseberichtes).

Ein wirklich hübsches wenn auch winziges Dorf steht am Ende dieser Tagesetappe und irrtümlich "landen" wir bei der Stellplatzsuche sogar auf dem Gipfel an der Kirche von Cassinasco.

Den Wohnmobilstellplatz finden wir letztlich auch. Die Container rechts dienen vorübergehend den Arbeitern einer nahegelegenen Baustelle als Umkleideraum. Nicht im Bild ist der perfekt ausgestattete Picknickplatz mit Grill und Toilettenhaus - wirklich sehr schön angelegt und in Ordnung. Auf der einen Seite der Blick auf das hübsche kleine Wein- und Bergdorf Cassinasco, ...

... auf der anderen eine üppige Blumenwiese - ein schöner Kontrast zu dem "unhübschen" Ovada, zumal jetzt auch die Sonne wieder scheint.

Am Stellplatz führt ein Rundwanderweg vorbei, dessen Länge von 27 km aber etwas zuviel für uns ist. Knapp 2 Stunden bergauf und bergab sind für heute genug ...

... und bieten schöne Ausblicke über die Weinlandschaft des Piemont - und auf drohende Wolken in der Ferne. Dort bleiben sie aber auch und wir können die Sonne genießen bis zu ihrem Untergang.

29./30.05. Cassinasco - San Giorgio Scarampi - Barbaresco 91 km

Vom Stellplatz fahren wir einige Hundert Meter in Richtung Cassinasco und biegen in einer Kurve nach links ab, dem Wegweiser nach Caffi folgend.

Nach wenigen Kilometern auf dem Kammweg des kleinen Höhenzuges sehen wir diese Kirche ...

... und im Westen erstmals die schneebedeckten Alpengipfel im Hintergrund. Hier entdecken wir erstmals den "dreieckigen" Monviso - dieser Gipfel wird uns in den nächsten Tagen mehrmals in den Blick geraten.

Solange es geht bleiben wir auf der "Höhenstraße" und rücken den Alpen langsam näher während wir durch Weinberge, Haselnussplantagen ...

... und blühende Mohnfelder fahren.

Irgendwann hat die Hügelkette ihr Ende erreicht, wir müssen hinab ins Tal und fahren auf der anderen Seite wieder bergauf nach San Giorgio Scarampi. Da die Straße zum Ort relativ breit ist und wir inzwischen gute Erfahrungen mit der Wendigkeit unseres Sprinters gemacht haben fahren wir aufwärts bis ins Zentrum des winzigen Bergdorfes.

In diesem Fall ist das wirklich kein Problem, sogar der Müllwagen erreicht problemlos den Platz an der Kirche ganz oben. Hier könnten also auch die Besatzungen großer Wohnmobile hinfahren ...

... und den phantastischen Ausblick genießen. Am liebsten möchte man gleich hierbleiben aber die wenigen Dorfbewohner fänden es wohl nicht so toll, wenn sich direkt hinter Wohn- und Schlafzimmer Wohnmobile breitmachen würden.

Wir kurven noch etwas weiter durch die schöne piemontesische Landschaft bis wir letztlich den als Übernachtungsplatz geeigneten großen Parkplatz am Friedhof von Barbaresco unterhalb des Ortes ansteuern. Wo wollen wir stehen - direkt am Weinberg ...

... oder auf der anderen Seite des Platzes am zugewachsenen Sportplatz mit Blick auf ein Hügeldorf in der Ferne? Wir entscheiden uns für die Seite mit Fernblick und kurz nach unserer Ankunft erleben wir das erste Gewitter dieser Reise und einige weitere Schauer am Rest des Tages. Wie schön, dass wir während der ersten Tageshälfte solch ein Wetter-Glück hatten bei unserer Fahrt über die Berge.

Das Wetter-Glück bleibt uns auch in folgenden Tagen erhalten, wobei wir allerdings mit unserer Streckenplanung etwas nachhelfen. Ab Mittag quellen im Gebirge täglich die Wolken auf und führen zu heftigen Niederschlägen. Statt westlich in Richtung Alpen nehmen wir deshalb Kurs nach Süden, wo am Mittelmeer kaum ein Tropfen fällt und wir bei blauem Himmel hübsche ligurische Orte besichtigen und den italienischen Teil dieser Reise mit einem Tag am Mittelmeer in San Remo enden lassen.

Mehr dazu hier im 3. Teil unseres Reiseberichtes.

Hier geht es zum 1. Teil dieses Reiseberichtes mit dem Inhaltsverzeichnis.

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