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Reisebericht: Mit dem Wohnmobil durch Nord-Italien und die Provence 15.05. bis 16.06.2013

Teil 3 von 4: Barbaresco - Castiglione Faletto - Garessio (Piemont) - Zuccarello - Cervo - Valloria - San Remo (Ligurien) 30.05. bis 05.06.2013

Wir bleiben zunächst in der Region "Langhe" südlich von Alba in dem wunderschönen Weinanbaugebiet bei Barolo und beobachten weiterhin täglich das Niederschlagsradar und die Wetterprognose. Ab Mittag quellen im Gebirge täglich die Wolken auf und führen zu heftigen Niederschlägen, was auch in den nächsten Tagen so bleiben soll. Statt westlich in Richtung Alpen nehmen wir deshalb Kurs nach Süden, wo am Mittelmeer kaum ein Tropfen fällt und wir bei blauem Himmel hübsche ligurische Orte besichtigen und den italienischen Teil dieser Reise mit einem Tag am Mittelmeer in San Remo enden lassen.

30.05. - 01.06. Barbaresco - Castiglione Faletto 56 km

Nach der Abfahrt von unserem Übernachtungsplatz am Friedhof von Barbaresco kommen wir zunächst nur ca. zwei Kilometer weit. Diese Ausblicke muss man einfach genießen und fotografieren. Hier sieht man Barbaresco mit den nordwestlich gelegenen Alpen im Hintergrund, über denen sich schon wieder dunkle Wolken zeigen.

Beim Blick nach Südwesten ist hingegen kein Wölkchen am Himmel - klar, das wir in die Richtung weiterfahren!

Über das Industriegebiet von Alba links im Tal blicken wir im Westen auf den markanten Gipfel des Monviso, der bei der Fahrt durch diese Region immer wieder ins Blickfeld gerät.

Auf winzigen Straßen kurven wir auf und ab durch die Langhe-Weinberge und umrunden dabei Alba im Halbkreis entsprechend der Routenbeschreibung im Wohnmobilführer Piemont. Gegen Mittag erreichen wir diesen "Aussichtsbalkon", den offiziellen Wohnmobilstellplatz in Castiglione Faletto.

Nur wenige Hundert Meter sind es bis zum Zentrum des kleinen Ortes, wo wir es uns mit köstlichen "Antipasti" und Wein auf dieser Terrasse mit Blick in die Weinberge gutgehen lassen.

Vorbei an schönen bunten Häusern geht es danach auf den "Gipfel" ...

... zur Burg und Kirche.

Wenn man die Kirche umrundet sieht man, dass hier nicht auf Sand gebaut wurde.

Dies ist nur ein Teil der Landschaft und des Alpen-Panaromas, das man vom Stellplatz aus dem "Wohnzimmerfenster" unseres Campingbusses sieht. Eigentlich wollen wir genau dort hin - nach einem Umweg über die Mittelmeerküste hinein in die Alpen westlich von Cuneo und von dort weiter in die Provence. Aber: Täglich sehen wir von unserer Sonnenterrasse, wie ab Mittag über den Bergen die Wolken entstehen. Das Niederschlagsradar zeigt tiefblaue Flecken, die heftigen Niederschlag anzeigen und die Langfrist-Wetterprognose verkündet keine Änderung dieser Wetterlage über den Alpen aber eine niederschlagsfreie Küste.

01./02.06. Castiglione Faletto - Garessio 96 km

Wir fahren also nach Süden, wobei wir natürlich erstmal die italienischen See-Alpen überqueren müssen. Für den Weg nach Garessio nehmen wir den Weg durch das Val Tanaro hinauf zum über 1.300 m hohen Colle di Casotto, wo wir die Talstation eines Skigebietes und eine (in dieser Jahreszeit natürlich geschlossene) Hotelanlage entdecken.

In Garessio finden wir mangels Beschilderung keinen Stellplatz und übernachten letztlich auf diesem schöngelegenen Platz direkt an der Flusspromenade neben dem Sportstadion. Erst am nächsten Morgen nach dem Start erspäht Gaby an der Straße nach Zuccarello etwas außerhalb des Ortes auf einem geteerten Parkplatz eine V+E-Station - ein Wegweiser dorthin war aber nirgends zu sehen.

Sehr sehenswert ist diese kleine piemontesische Stadt, vor allem der Bereich auf der südlichen Seite des Flusses abseits der Durchgangsstraße.

Über die mit Blumenschmuck versehene Brücke erreicht man sozusagen "die Altstadt".

Unter anderen findet man hier ein Haus mit zwei Sonnenuhren und Informationstafeln über die Geschichte von Garessio, ...

... dieses farbenfrohe Gebäude versteckt am Ende einer Gasse ...

... und diese Kirche in der Nähe der Straße nach Zuccarello.

02.-04.06. Garessio - Zuccarello - Cervo 57 km

Auf dem Weg nach Ligurien und ans Mittelmmeer müssen wir nochmal einen Pass überwinden, den nur 963 m hohen Colle San Bernardo. Dann geht es abwärts vorbei an den ersten hübschen ligurischen Bergdörfern ...

... bevor wir in Zuccarello anhalten und zur Ortsbesichtigung aufbrechen.

Die "Durchgangsstraße" mit ihren Bogengängen ist nicht zu verfehlen, ...

... egal, ob man aus Norden (Parkplatz auch für Wohnmobile) oder Süden die Stadt betritt.Während unseres Aufenthalts gibt es keinen Autoverkehr in dieser Hauptstraße, aber ...

... verlassen sollte man sich darauf nicht, wie dieser "Garagen-Panda" zeigt.

Das beeindruckenste von Zuccarello ist aber nicht die Hauptstraße. Es sind die unzähligen Seitengänge und deren Abzweigungen, die unter den Wohnhäusern hindurchführen.

Man muss schon aufpassen um nicht den schmalen Gang zu übersehen, der zu einer besonderen Sehenswürdigkeit dieses mittelalterlichen Dorfes führt:

Die alte Bogenbrücke, die den reißenden Gebirgsbach überquert.

Wir fahren weiter zum Ziel dieser Etappe, dem Wohnmobilstellplatz von Cervo. Wer uns bzw. unsere Reiseberichte kennt, weiss: Stellplätze mit Sardinenbüchsenatmosphäre mögen wir überhaupt nicht! Und dafür auch noch 10 Euro bezahlen? Gibts es nicht! Gibt es doch, und wir bleiben sogar zwei Nächte! Der Grund dafür ...

... ist diese Stadt, die zweifelsohne zu den schönsten Italiens gehört - Cervo in Steilhanglage am Mittelmeer. Aber deshalb zwei Nächte "Sardinenbüchse"?

Nein, denn wenige Stunden nach unserer Ankunft stehen wir allein auf diesem Teil des Platzes. Bei unserer Ankunft am Sonntagmittag klapperten rechts und links von uns die Töpfe. Danach wurden "Kinder und Kegel" in den Wohnmobilen verstaut und ab Sonntagabend herrschte Ruhe, woran sich auch im Laufe des Montags nicht änderte.

Während es am Sonntag im Zentrum von Cervo sicher so rappelvoll wie auf dem Stellplatz war, hatten wir den Ort am Montagmorgen fast für uns allein - so wie den Wohnmobilstellplatz.

Den Blick aufs Mittelmeer bieten nur wenige Stellen des Ortes wie hier der Vorplatz der Kirche.

Wie in Zuccarello liegt auch in Cervo der besondere Reiz der Stadt in den engen blumengeschmückten Gassen, die sich am Hang hinauf ziehen. Wir lassen uns einfach treiben und denken an den Sonntag, an dem im Gedränge wohl kaum solche Eindrücke möglich gewesen wären.

Ob wir dann wohl den Kirchturm aus dieser Perspektive gesehen hätten?

Sicherlich nicht gesehen hätten wir die Müllabfuhr, die hier mit der landestypischen Ape durch die engen Gassen flitzt, ...

... sofern nicht Stufen auch für dieses Fahrzeug zum unüberwindbaren Hinderniss werden.

Um einen Badeurlaub zu machen sollte man sich andere Orte aussuchen. Der kleine Kiesstrand von Cervo würde uns jedenfalls nicht reizen, den Campingplatz direkt dahinter aufzusuchen.

04./05.06. Cervo - Valloria - San Remo 78 km

Einen schönen Strand hat auch San Remo nicht zu bieten, jedenfalls nicht in der Nähe des Wohnmobil-Stellplatzes. Aber der liegt direkt am Mittelmeer und deshalb wollen wir dort die letzte Nacht vor der Weiterreise nach Frankreich verbringen.

Zuvor machen wir aber noch einen kleinen Abstecher ins ligurische Hinterland. Diese hübschen ligurischen Hügeldörfer ...

... gefallen uns ausgesprochen gut. Nur mit dem Hinkommen ist das so eine Sache - und erst recht mit dem Parken.

Valloria ist seit vielen Jahren bekannt für die bemalten Haustüren. Allerdings können wir nicht zu einem Besuch mit Wohnmobil raten. Schon die Zufahrtstraße ist auf den letzten Kilometern zumindest für große Wohnmobile nicht geeignet. Und selbst unser nur 5,91 m langer Campingbus ragt noch einige zig cm in die Fahrbahn beim Parken auf dem kleinen Parkplatz vorm Ort.

Deshalb geht Gaby nur zu einer sehr kurzen Besichtigung in den hübschen Ort und ich bleibe vorsichtshalber im Fahrzeug. Mit einigen Tür-Fotos kommt sie zurück.

Dabei muss man teilweise schon sehr genau hinschauen um zu erkennen, was gemalt und was echt ist.

Nach dem Umweg über Valloria fahren wir zum Stellplatz von San Remo und sind sehr überrascht, sogar in der ersten Reihe mit Meerblick mittags noch viele leere Plätze zu finden. Die füllen sich zwar bis zum Abend, ...

... aber den Nachmittag und frühen Abend können wir in Ruhe in unseren Campingstühlen verbringen, wahlweise im Schatten der Palmen oder in der Sonne.

"Große Pötte" kann man zwar nur gelegentlich weit draußen auf dem Meer sehen, stattdessen gibt es direkt vor uns Yachten aller Größenordnungen.

Zum Gucken aufs Meer ist der Platz in San Remo ja genial. Aber nun möchten wir unsere Füße auch gern mal ins Wasser halten und an einem Sandstrand spazieren gehen. Dabei können wir auf eine zugebaute Küste gerne verzichten - und auch auf Stellplatzgebühren. Es soll einen 12 km langen Strand geben am Mittelmeer, an dem "Wildcampen" erlaubt ist. Da wollen wir jetzt erstmal hin, denn an der Wetterprognose fürs Gebirge mit Quellwolken und Regen ab mittags hat sich nichts geändert. Trotzdem kommen wir auch noch in die Berge der Provence und zu einem der größten Canyons Europas - dem Grand Canyon du Verdon. Bei der Rückfahrt lernen wir mit Franche Comté noch eine uns bisher unbekannte und sehr schöne Region Frankreichs kennen.

Darüber und über einiges mehr berichten wir hier im 4. Teil unseres Reiseberichtes.

Hier geht es zum 1. Teil dieses Reiseberichtes mit dem Inhaltsverzeichnis.

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