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Mit dem Wohnmobil in Portugal 2005 - Übernachtungsplätze an der Küste zwischen Sines und Lagos

In der zweiten Septemberhälfte 2005 waren wir an der portugiesischen Atlantikküste zwischen Sines und Lagos und im Monchique-Gebirge. Grundsätzlich ist zu beachten, daß das gesamte Küstengebiet zum Naturpark "Parque Natural do Sudoeste Alentejano Costa Vicentina" gehört und das Wild-Campen hier verboten ist. Inzwischen sind hier auch viele Portugiesen mit Wohnmobilen unterwegs und anscheinend wird das Übernachten im Wohnmobil eher toleriert als bei unserem letzten Besuch im Jahre 2002 - vielleicht haben die Behörden inzwischen den Unterschied zwischen Camping und Schlafen im Wohnmobil erkannt. Damals wurden wir zweimal "vertrieben", diesmal ist uns das nicht passiert und wir haben auch von anderen Wohnmobilisten keine aktuellen Berichte dazu gehört. Dabei ist die Polizei vor allem nachts auch an den abgelegensten Stränden unterwegs.

Wir haben die Autobahn an der Abfahrt Grandola-Nord verlassen, sind der Strecke nach Sines und von dort kurz der Beschilderung zur N 120 Richtung Algarve gefolgt. Nach kurzer Fahrt an der Küste entlang zweigt nach rechts die Straße nach Porto Covo ab. Diese schmale Straße verläuft immer in Küstennähe und bietet mehrere Strände mit Parkplätzen incl. Meerblick.

Gleich hinter dem Ortseingangsschild von Porto Covo rechts befindet sich der große Parkplatz über dem Praia Grande, der sich mit seinen Nebenstränden und leuchtenden Felsen nicht hinter den schönsten Algarvestränden zu verstecken braucht. Im Bild links oben am Rand sieht man die Wohnmobile auf den Felsen über dem Strand. Von diesem Platz sind es ca. 10 Minuten Fußweg zum Zentrum mit seiner kleinen Fußgängerzone.

An diesem Parkplatz zweigt nach links eine Straße ab mit einem Campingplatzhinweis und einem Schild mit Wohnwagensymbol (nicht Wohnmobilsymbol!).

Folgt man diesem Symbol, erreicht man vor dem Ort landeinwärts gegenüber der Markthalle den offiziellen gebührenfreien Stellplatz mit Frischwasserversorgung und Abwasserentsorgung. Kommt man von Süden bzw. von der N 120 liegt dieser Platz direkt an der Zufahrtsstraße in den Ort. Von diesem Platz sind alle Geschäfte und Restaurants des hübschen kleinen Zentrums in max. 5 Minuten zu Fuß zu erreichen.

Achtung: Wer von früher den Stellplatz zwischen Ort und Meer mit dem Toilettenhäuschen kennt, wird enttäuscht sein. Diesen Platz gibt es nicht mehr! Als Alternative wurde der vorstehend genannte Platz angelegt und die Hauptstraße durch den Ort für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Die Hauptstraße und der kleine Platz vor der Kirche mit ihren Geschäften und Restaurants sind jetzt eine Fußgängerzone. Der ohnehin sehr hübsche Ort hat dadurch nochmals an Reiz gewonnen.

Nach wie vor unser Lieblingsplatz ist der Parkplatz am Praia do Queimado südlich von Porto Covo. Man fährt ab Porto Covo landeinwärts, folgt der Beschilderung zur Ilha da Pessegueiro, fährt links neben dem alten Fort vorbei und erreicht nach ca. 600 m das Restaurant "Vista do Mar" und den Parkplatz mit Blick auf Strand, Felsen, Meer und Insel.

Aufgrund der zurückgegangen Umsätze erwägt Pedro, der Betreiber des Restaurants, es nur noch als Bar zu betreiben. Die Wirtschaftskrise in Portugal hat hier nach seiner Erklärung deutliche Spuren hinterlassen. Zur Zeit überlegt er, auf dem Grundstück neben seinem Haus einen Stellplatz für Wohnmobile einzurichten. Da die Campingplätze in Portugal fast alle weit von den Stränden entfernt sind und auch der gebührenfreie Platz in Porto Covo keinen Meerblick bietet, ist dies vielleicht eine gute Lösung.

Einige Kilometer südlich der Ortsgrenze von Porto Covo an der Straße nach Vila Nova de Milfontes zweigt im Dörfchen Ribeira da Azenha eine Asphaltstraße nach rechts ab. Der Asphalt wird nach wenigen Hundert Metern an einem kleinen Restaurant durch eine Schotter-/Sandpiste abgelöst, die direkt nach etwa 2 km am Parkplatz eines vor allem bei Surfern beliebten Strandes endet.

In Vila Nova de Milfontes stehen an den Stränden auf beiden Seiten der Mündung des Rio Mira häufig Reisemobile. Wir haben diese Plätze diesmal nicht besucht sondern erst wieder den Parkplatz am Praia do Carvalhal südlich von Zambujeira do Mar. Man erreicht ihn über eine küstennahe Piste von Zambujeira oder landeinwärts über Brejao. In beiden Fällen führt eine ziemlich steile Piste hinunter zum Parkplatz. Nach starkem Regen könnte die Befahrbarkeit problematisch sein. Der Strand liegt sehr schön zwischen steilen Felsen an einer Bachmündung. Vom Parkplatz hat man allerdings keinen Blick aufs Meer.

Um so mehr Blick aufs Meer hat man vom Parkplatz oberhalb des Praia Val dos Homens. Der Strand ist ab Rogil an der N 120 ausgeschildert. Vom hier fotografierten ziemlich schrägen Parkplatz führt eine massive Holztreppe hinunter zum Strand. Etwas oberhalb liegt ein ebener Parkplatz.

Ebenfalls hoch über dem Strand liegt der Parkplatz des Praia da Carriagem, der ebenfalls ab Rogil ausgeschildert ist. Wer seine Tassen nicht fest im Wohnmobilschrank hat, sollte aber diese Waschbrettpiste meiden. Ansonsten mit mindestens 50 Sachen drüberfliegen - nur nicht langsam fahren auf solchen Strecken!

Einige Kilometer südlich von Aljezur halten wir uns rechts Richtung Vila do Bispo, während die N 120 links direkt nach Lagos führt. Nach wenigen Kilometern biegen wir rechts ab nach Monte Novo/ Vale de Figueira. Am Ende der asphaltierten Fahrbahn am letzten Haus in Monte Novo baumelt an einer Palme ein kleines Schild mit der Aufschrift "Praia". Ab hier sind es noch etwa 2,5 km Schotterpiste bis zu diesem kilometerlangen Traumstrand, von dem man im Nordwesten die weissleuchtenden Häuser von Arrifana über den steilen Felsen sieht.

Ein ganz anderes Landschaftsbild als die bisher vorherschenden Steilfelsen bietet das Dünengebiet bei Bordeira/ Carrapateira. Von diesem (sehr schiefen!) Parkplatz führt ein Holzsteg ans Wasser.

Der "meerwärts" gelegene Parkplatz über dem Surferstrand Praia do Amado, die Zufahrt ist südlich von Carrapateira ausgeschildert. Man kommt aber auch dorthin, wenn man von dem vorher gezeigten Platz über das Kap "Pontal" weiter fährt. Etwas oberhalb gibt es einen weiteren Parkplatz, von dem aus dieses Foto aufgenommen wurde.

Hier nun der Gewinner dieser Tour: der Parkplatz direkt am Praia da Cordoama, ab Vila do Bispo ausgeschildert.

Ein großer ebener Parkplatz mit Blick aufs Meer und Sonnenuntergang in selbigem, ein gutes Restaurant mit umfangreicher Speisekarte und ein ca. 4 km langer Strand zwischen dem Praia do Castelejo im Süden und dem Praia da Barriga im Norden (bei Flut keine Verbindung zu den Nachbarstränden). Da der Strand nur über eine problemlos zu befahrende Piste (außer bei bzw. nach starkem Regen) zu erreichen ist, geht es hier wesentlich ruhiger zu, als am südlich gelegenen Praia do Castelejo, da sich aufgrund der asphaltierten Straße hier auch alle Südalgarve-Mietwagen-Touristen hintrauen.

Nun wechseln wir von der Westküste an einige Strände der Südküste zwischen Sagres und Burgau:

Was bei Waschbrettpisten (siehe Praia da Carriagem) gut ist, muß es nicht bei Schlaglochpisten sein. Trotzdem haben auch diesen Strand an der Südküste der Algarve sowohl Dickschiffe als auch Kastenwagen und Trecker mit Wohnwagen "Marke Eigenbau" (links im Bild) erreicht. Obwohl nicht ausgeschildert und schwierig zu erreichen, haben wir hier bei jedem Besuch einige WoMos angetroffen. In Raposeira 5 km östlich von Vila do Bispo an der Ampel nach rechts abbiegen, nach etwa 200 m NICHT den Schildern Camping, Zavial, usw. folgen sondern nach rechts auf eine asphaltierte Straße ohne Beschilderung abbiegen. Diese geht nach wenigen Hundert Metern in eine Schotterpiste über, auf der man nach ca. 5 km den obigen "Aussteigerstrand" erreicht.

Möchten Sie in der Wildnis übernachten mit Blick aufs Meer und trotzdem mal eine warme Dusche außerhalb des WoMos genießen und die sonstigen Vorteile eines Campingplatzes nutzen ohne das Gefühl zu haben, auf einem solchen zu stehen? Dann können wir das weitläufige Gelände des Camping Ingrina empfehlen, ein sehr einfacher Campingplatz in Südhanglage den man über die oben beschriebene Strecke ab Raposeira erreicht.

Von einigen Stellplätzen des Camping Ingrina hat man diesen Blick auf den Praia Ingrina, den man abwärts durchs Gebüsch über einen ca. 300 m langen Fußweg erreicht. Rechts vom Strand stehen auf einer kleinen asphaltierten Fläche neben einer Ruine auch häufig Wohnmobile.

Einen sehr schönen Stellplatz gibt es noch zwischen Salema und Burgau an der Boca do Rio, am einfachsten über die ausgeschilderte Abzweigung von der N 125 in Budens zu erreichen. Weiter östlich ist dann für uns der Wohnmobilspaß vorbei. Sobald man den Hügel oberhalb des Stellplatzes erreicht hat, steht man vor den neuen Ferienanlagen Burgaus und bis Lagos folgt eine Baustelle der nächsten. Weiter östlich wollten wir sowieso nicht, denn ab Alvor hat uns trotz sehr schöner Strände schon bei unserem ersten Portugalurlaub 1985 der Massentourismus abgeschreckt. Hoffentlich bleibt der wilde Westen der Algarve und des Alentejo auch in Zukunft ein Paradies für Naturliebhaber und Reisemobil-Touristen, die hoffentlich durch ihr Verhalten dafür sorgen, daß wir auch in Zukunft gern gesehene Gäste sind.

Nun noch zwei sehr empfehlenswerte Ziele im Hinterland: Von Lagos kann man Richtung Portimao weiterfahren und dann ins Monchique-Gebirge abbiegen. Viel schöner und kaum befahren ist aber die Strecke von Aljezur östlich über Marmelete nach Monchique und dann auf den Gipfel, den FOIA!

Hier finden wir zwischen den vielen Antennenanlagen einen "Südbalkon" als Stellplatz mit Blick auf die Südküste zwischen Albufeira und Sagres. Kurz vor Sonnenuntergang entstand dieses Foto mit Portimao im Hintergrund. In der Dunkelheit hatten wir dann das Lichtermeer aller Orte und die Leuchttürme von Albufeira, Carvoeiro und Sagres uns zu Füßen,

nach dem Sonnenaufgang am nächsten Morgen dann das von der Sonne angestrahlte Lagos.

Wir haben das Monchique-Gebirge in nördlicher Richtung (Lisboa) verlassen. Über viele Kilometer zieht sich eine gut ausgebaute Straße auf ca. 500 m Höhe am Gebirge entlang. Immer wieder schaut man in tiefe enge Täler und auf das weite niedriger liegende Hügelland im Norden. Ca. 40 Kilometer nach verlassen des Gipfels erreicht man das hübsche kleine Dorf Santa Clara-a-Velha. Kurz vorher führt rechts eine Abzweigung zum Stausee Barragem de Santa Clara.

Ein großer ebener Schotterplatz mit Blick auf See und umliegende Hügel und totale Ruhe halten uns einen Tag und eine Nacht von der Weiterfahrt an die Küste ab.

REISEFÜHRER:

Hier nun unsere Literaturempfehlungen zu Portugal:

Natürlich auch hier die bekannten "Vertreter" aus dem WoMo-Verlag ...

Mit dem Wohnmobil nach Portugal

dem Rau-Verlag ...

Mobil Reisen - Portugal

... sowie das

Reisehandbuch Portugal

aus dem Michael Müller Verlag.

Einen Reiseatlas haben wir trotz Navi auf der iberischen Halbinsel immer dabei und bevorzugen dabei die jeweils neueste Ausgabe vom Verlag Marco Polo:

Reiseatlas Spanien Portugal

Hier gibt es weitere interessante Seiten zum Thema Wohnmobil Listinus Toplisten und Reiseberichte: Listinus Toplisten

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