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Wandern in Rheinhessen zwischen Rhein und Nahe vom 11. bis 15.06.2009

Das dank Fronleichnam verlängerte Wochenende im Juni 2009 haben wir genutzt, um Rheinhessen mit dem Reisemobil zu erkunden. Die Hügellandschaft mit bewaldeten Kuppen, Weinbergen und Feldern bietet von den Gipfeln eine herrliche Fernsicht bei gutem Wetter, das es in dieser Gegend sehr oft gibt. Rheinhessen gehört zu den niederschlagsärmsten und sonnigsten Gebieten Deutschlands. Die relativ geringen Höhenunterschiede sind beim Wandern und Radfahren auch für wenig geübte Menschen wie uns leicht zu bewältigen.

Für einen mehrtägigen Aufenthalt zu empfehlen: Wander- und Radtourenführer sowie Karten mit Wander- und Radwanderwegen für Rheinhessen und Mainz, die man mit einem Klick hier bei amazon.de findet.

Diese Gegend kennen wir zwar schon seit vielen Jahren dank "unserem Winzer" in Zotzenheim, sind aber bisher nur zweimal beim ihm auf dem Weingut gewesen ohne die ganze Region zu bereisen. Das haben wir nun also nachgeholt. Die Region Rheinhessen gehört zu Rheinland-Pfalz und NICHT zu Hessen, wie man aufgrund des Namens meinen könnte. Sie liegt etwa im Viereck der Städte Bingen, Mainz, Worms und Alzey zwischen Nahe, Rhein und Pfälzer Wald. Die Tourismusexperten der Region haben das Rheinhessische Hügelland in die Bereiche "Rheinhessische Toscana" und "Rheinhessische Schweiz" unterteilt.

Diese Seite mit Fotos von unseren Wanderungen soll zeigen, weshalb man den Begriff "Rheinhessische Toskana" gewählt hat und auch mit dem Slogan "Das Land der 1000 Hügel" wirbt. Einige Straße führen über die Höhen und bieten eine herrliche Fernsicht und diese hat man natürlich auch bei Wanderungen durch die Weinberge - je höher, um so weiter. Vom Zotzenheimer Horn - der Napoleonshöhe - kann man z.B. den Donnersberg, höchster Gifpel des Pfälzer Waldes, den Hunsrück und das Niederwald-Denkmal bei Rüdesheim sehen sowie natürlich unzählige Weinberge und kleine Dörfer.

Wer sich zuerst über die Reisemobilstellplätze in Rheinhessen informieren möchte, öffnet hier mit einem Klick die Seite im neuen Fenster.

Kurz bevor wir von Westen kommend Kirchheimbolanden erreichen biegen wir nach rechts ab in Richtung Ilbesheim. Am höchsten Punkt der Straße neben dem Wasserwerk Ilbesheim lädt eine kleine Schotterfläche zum Parken und zur Mittagspause ein. Von hier haben wir über die Felder einen herrlichen Blick auf den Donnersberg, den höchsten Gipfel des Pfälzer Waldes. Die weitere Fahrt in den Donnersbergkreis erweist sich dann aber als Fehlschlag. Der offizielle Wohnmobilstellplatz in der Kreisstadt Kirchheimbolanden ist durch eine Kirmes blockiert, der Donnersberg nur über eine schmale Umleitungsstrecke zu erreichen und der Parkplatz auf dem Gipfel bietet keine Fernsicht, da von Bäumen umgeben - als Übernachtungsplatz gefällt er uns deshalb auch nicht.

So fahren wir denn zu "unserem Winzer" nach Zotzenheim und erwandern hier Ort und Umgebung. Fährt man von Westen in den Ort, wird man gleich hinter dem Bahnübergang von dieser Fassade begrüßt. Die in der Aufschrift erwähnte Weinkönigin "Sigrun" trägt übrigens seit vielen Jahren den Familiennamen "Schnell" als Ehefrau von Reiner Schnell, mit dem sie das Weingut von dessen Vater Philipp Schnell betreibt.

Kunden des Weinguts können auf dem weitläufigen Gelände in der Bahnhofstr. 15 a am Ortsrand unterhalb vom Zotzenheimer Horn mit der Napoleonshöhe im Wohnmobil übernachten. Der kleine Familienbetrieb bietet trockene, halbtrockene und liebliche Rot- und Weissweine der Rebsorten Dornfelder, Spätburgunder, Merlot, Cabernet Sauvignon, Blauer Portugieser, Grauburgunder, Silvaner, Riesling, Weissburgunder, Chardonnay und Rivaner an - da findet jeder Weintrinker etwas für seine Geschmacksrichtung. Wer die Weine kennenlernen möchte, kann telefonisch (06701/1315) einen Termin vereinbaren. Weitere Informationen und Preise gibt es auf www.weingutschnell.de (Link öffnet in neuem Fenster).

Der "Dorfbaum" mit der Bank ganz drumherum lädt in der wenig befahrenen Anliegerstraße zu einer Pause ein.

Fachwerkhäuser, alte Fensterläden aus Holz, die landestypischen Innenhöfe und viel Grün bestimmen das Bild in den kleinen Straßen von Zotzenheim.

Verlässt man das Grundstück vom Weingut Schnell hinten am Wiesbach nach rechts und geht nach wenigen Metern links über den Wiesbach geht es geradeaus auf den Gipfel zu. Man folgt dem Weg immer weiter aufwärts bis an die "Baumgrenze". Auf dem Querweg halten wir uns links und müssen ein kurzes Stück wieder abwärts.

Aussichten wie diese haben die Tourismusexperten in Sprendlingen-Gensingen veranlasst, ihre Region als "rheinhessische Toscana" zu bezeichnen.

Auch von hier sieht man in der Ferne den Donnersberg.

Wir haben den oben genannten Querweg erreicht und gehen ein kurzes Stück wieder abwärts ...

... und nehmen eine "Abkürzung" zum Weg, der wieder aufwärts in den kleinen Wald auf dem Zotzenheimer Horn führt.

Nachdem wir an einer kleinen fast versiegten ummauterten Quelle vorbeikommen halten wir uns wieder rechts ...

... und erreichen nach wenigen Minuten die "Napoleonshöhe", den phantastischen Aussichtspunkt auf dem Zotzenheimer Horn.

Neben der "Telegraphenstation" ...

... stehen einige Bänke, um sich von dem schweren Gipfelsturm zu erholen ...

... und natürlich um die herrliche Fernsicht zu genießen. Zotzenheim liegt dem Wanderer zu Füßen, der Weinberg dahinter ist der Bosenberg und am Horizont mit dem Fernsehturm ist der Kuhberg sichtbar, der hinter Bad Kreuznach auf der anderen Seite des Nahe-Tals liegt.

Im Norden sieht man die östlichen Ausläufer des Hunsrück, das Binger Loch und das Niederwalddenkmal bei Rüdesheim am Südhang des Rheingau-Gebirges.

Im Südwesten erkennt man wieder weit entfernt den Donnersberg - und in der Bildmitte eine große weiße Fläche. Hier stehen viele fertige EURA-Wohnmobile. Die Firma hat ihr Werk in Sprendlingen. Wer hier sein Wohnmobil selbst abholt spart die Überführungskosten und kann das Geld doch gut in den Wein der örtlichen Winzer investieren, auf einem Weingut-Stellplatz erstmal genau alle Einzelheiten des neuen Gefährts ausprobieren und sich bei Fragen gleich wieder an den Hersteller wenden.

Durch die Weinberge geht es wieder abwärts ...

... und schnell erreichen wir wieder Zotzenheim. Beim nächsten Besuch müssen wir mal den Bosenberg auf der anderen Seite "besteigen".

Nun besteigen wir nach zwei Nächten auf dem Weingut Schnell aber erstmal unser Wohnmobil und entdecken nach der riesigen Etappe von ca. 8 Kilometern an der Straße von Sprendlingen nach Ober-Hilbersheim diesen Stellplatz, der noch nicht in unserem Stellplatz-Atlas steht. Und in dem hübschen kleinen Ort finden wir noch einiges, was uns zum Bleiben veranlasst:

Nach etwa 2 Minuten Fußweg vom Stellplatz ortseinwärts stehen wir plötzlich vor diesem hübschen Innenhof. Hier verbirgt sich ein kleines Geschäft: Ma Provence - Schönes aus Frankreich. Seifen und Gewürze, Kissen und Tischdecken, farbige Stoffe und viele andere Utensilien werden hier angeboten, siehe auch die Seite www.ma-provence.de.Wer nicht zu den genannten Öffnungszeiten in der Region ist, kann telefonisch auch eine Besuchszeit mit den Betreibern vereinbaren, Tel. usw. siehe vorstehend genannte Homepage.

Und da heute der "Tag der offenen Gärten" ist, dürfen wir auch noch in dem liebevoll gestalteten Blüten-Garten hinter dem Haus schauen.

Wir gehen weiter durch den Ort ...

und entdecken die Weinschänke "Altes Pfarrhaus" in der Kirchgasse, knapp 5 Minuten Fußweg vom Stellplatz entfernt. Nach einem Blick in den wunderschönen Innenhof (den wir leider nicht fotografiert haben) und auf die Speise- und Weinkarte beschließen wir, den Rest des Tages auf dem grünen Stellplatz zu verbringen und abends hierher zurückzukehren. So verbringen wir den Sonntagabend bei sehr leckerem Lamm-Filet und rheinhessischem Rotwein in diesem in der Region sehr bekannten und deshalb gut besuchten Restaurant in Ober-, Hilbersheim, mehr dazu auf www.altes-pfarrhaus.de.

Ja, und dann gibt es nach dem Essen noch einen Erfahrungsaustausch zum Thema "Wohnmobilreisen": Sowohl die heutigen Betreiber als auch die "Gründer" des Restaurants sind Wohnmobilfahrer und letztere gerade aus Griechenland und Süd-Italien zurückgekehrt! Achtung: Von Mitte Juli bis Mitte August ist das Restaurant geschlossen - dann sind die Besitzer selbst mit ihrem Wohnmobil unterwegs!

Ob vor oder hinter den Häusern - überall blüht es in den Gärten in voller Pracht.

Hier noch ein Blick in den Innenhof vom Dorf-Café - das müssen wir beim nächsten Mal noch besuchen.

Abschließend nochmal unsere Empfehlung für einen mehrtägigen Aufenthalt: Wander- und Radtourenführer sowie Karten mit Wander- und Radwanderwegen für Rheinhessen und Mainz, die man mit einem Klick hier bei amazon.de findet.

Wer unsere Seite über Reisemobilstellplätze in Rheinhessen noch nicht gesehen hat, öffnet sie hier mit einem Klick im neuen Fenster.

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