Mit dem Wohnmobil über die Küstenstraße nach Tossa de Mar und ins Massis de Cadiretes mit Wildschweinbesuch nachtsTeil 9 von x: Überwintern mit dem Wohnmobil in Spanien und Portugal im Winter 2025/2026 Von Sant Feliu de Guixols fahren wir auf der Küstenstraße mit wunderschönem Meerblick südwärts nach Tossa de Mar. Zwischendurch biegen wir ab auf einen Naturplatz in Sant Grau. Hier bekommen wir in beiden Nächten Besuch von Wildschweinen. 18. bis 20.02. Palamós - Ermita de Sant Grau d`Ardenya 39 kmZur artgerechten Haltung eines Autarkmobils gehört natürlich eher der Aufenthalt auf naturnahen Plätzen als auf einem Stellplatz wie in Palamós. Nach der sehr schönen Woche dort geht es zu einem Platz, auf dem Wohnmobilisten häufig von Wildschweinen besucht werden. Das klappt bei uns gleich in der ersten Nacht, mehr dazu weiter unten. Für den Weg zum "Wildschweinplatz" fahren wir auf der Küstenstraße von Sant Feliu de Guixols südwärts in Richtung Tossa de Mar und biegen ab zu unserem Ziel Ermita de Sant Grau d`Ardenya im Massis de Cadiretes.
Die Strecken sind bei Radfahrern beliebt. Für die letzten zweieinhalb Kilometer fahren wir ca. 10 Minuten hinter dem Begleitfahrzeug einer Trainingsgruppe her, überholen ist auf der kurvenreichen Strecke unmöglich.
Bei unserer Ankunft stehen zwei Campingfahrzeuge auf dem Platz. Die verschwinden aber im Laufe des Tages.
Wir entscheiden uns für die andere Seite der Schotterfläche - da haben nämlich schon mal Wildschweine gewühlt. Vielleicht kommen sie ja wieder dorthin genau neben unseren Blauen Nordfriesen!?
In der ersten Nacht haben wir französische Nachbarn in angemessenem Abstand an der Ermita de Sant Grau d`Ardenya.
Unterhalb des Parkplatzes liegt ein Lost Place mit Umkleidekabinen, einem (Tennis?)Platz und einem Swimmingpool mit Goldfischen.
Die laut Info-Tafel "zahlreich vertretenen Wildschweine" haben so ziemlich jeden Quadratmeter durchwühlt, den man durchwühlen kann.
Sie kommen auch prompt in der ersten Nacht in die Nähe der abseits aufgestellten Wildkamera und lösen sie über den Bewegungsmelder aus.
Allerdings fühlen sie sich von der Kamera in ihrer Privatsphäre gestört. Statt ein juristisches Verfahren nach der spanischen Datenschutzverordnung einzuleiten machen sie kurzen Prozess und stoßen innerhalb einer Minute nach ihrem Erscheinen das Stativ mit Kamera 1 um.
Von Kamera 2 halten sie sich fern. Hase und Maus fühlen sich davon offenbar nicht gestört :-)
Ich bin immer wieder überrascht, wie sensibel der Bewegungsmelder reagiert und wie gut die Aufnahmen in finsterer Nacht gelingen.
Diese schönen Aussichten bietet der Platz in Sant Grau auf die grünen Berge und das Meer.
Als kürzeste Strecke mit sechs Minuten weniger Fahrzeit nach Tossa de Mar nennt uns Google Maps eine "Straße" mit geringen Asphaltresten. Das war wohl mal vor Jahrzehnten die Straße zwischen Sant Grau und Tossa de Mar.
Bei unserem Spaziergang kommt uns tatsächlich ein PKW entgegen.
Trotz vieler Kurven erscheint uns aber die Straße, auf der wir gekommen sind, als bessere Alternative :-)
Die zweite Nacht an der Ermita de Sant Grau verläuft bezüglich Wildschwein-Aufnahmen wesentlich erfolgreicher als die erste. Sie kommen direkt zu unserem Wohnmobil. Am rechten Bildrand sieht man den Stoßstangenreflektor und die Rückleuchten der Fahrerseite.
Dies Video zeigt, wie sie neben unserem Campingbus vorbeiziehen.
Aus dem Seitenfenster erkennen wir beim Frühstück die frischen Spuren ihrer nächtlichen Wühlarbeit. Wir haben sie zwar gehört, wollten aber nicht die Fenster öffnen um sie nicht zu vertreiben.
20./21.02. Ermita de Sant Grau d`Ardenya - Tossa de Mar 15 kmVon den Wildschweinen in Sant Grau zum Wohnmobil-Stellplatz in Tossa de MarVom Parkplatz an der Ermita de Sant Grau fahren wir bei wolkenlosem Himmel auf der gut ausgebauten Straße meerwärts zur Küstenstraße und weiter nach Tossa de Mar.
Das ist schon ein Unterschied zwischen unserem letzten Übernachtungsplatz und dem Ziel! Der offizielle Stellplatz in Tossa de Mar ist nur der schwarz umrandete Bereich auf diesem Foto. Alle anderen Wohnmobile stehen auf dem PKW-Parkplatz.
Wir verzichten auf die Besichtigung der Reste der Villa Romana und gehen durch menschenleere Gassen in die Altstadt. Hier sind überwiegend Gruppen ostasiatisch aussehender Touristen unterwegs. Es herrscht aber kein Gedränge, man kann problemlos Fotos machen ohne Menschen darauf.
Auch die Zahl der Strandbesucher ist überschaubar.
Um so überraschter sind wir vom vollen Parkplatz - "Complet". Zwei PKW warten vor der Schranke in der Hoffnung, dass ein Fahrzeug den Platz verlässt.
Ebenfalls überrascht sind wir von den Restaurants an der Promenade. Auf den Terrassen ist kaum ein freier Tisch zu sehen, es gibt Speisekarten mit chinesischen (?) Schriftzeichen und ein großer Teil der Gäste sieht chinesisch aus. Auf der Terrasse der Tapasbar gibt es noch einen freien Tisch, keine chinesische Speisekarte und fast alle Gäste sprechen Spanisch. Da bleiben wir zum Mittagessen.
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