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Elche, Rentiere, Beeren und unsere Bärenjagd in Dalarna und Härjedalen

Teil 1 von x: Reise mit dem Wohnmobil durch Skandinavien vom 20.07. bis xx.xx.2026

Wir verbringen einige Tage in den Wäldern der Kommunen Orsa und Härjedalen. Zwei Elche, zwei Rehe, ein Hase und ganz viele Rentiere gelangen vor unsere Kameras. Sehr ertragreich verläuft Gabys Beerenernte von Blaubeeren, Himbeeren und Moltebeeren.

Die gut vorbereitete Bärenjagd führt allerdings nicht zum Erfolg :-)

03./04.08. Bahnlinie Nähe Säxen - Pilstupet - Ämån 99 km

Der erste Elch dieser Reise, den wir "live" sehen

Wenige Minuten nach dem Start am Montagmorgen entdeckt Gaby einen Elch zwischen den Bäumen.


Die Sekunden der Elchjagd von Gabys Ausruf bis zum Erreichen der Fotoposition zeigt das Elchjagd-Video.


Nach dem Wocheneinkauf in Mora fahren wir nördlich von Orsa wieder in die Wildnis.

Wir biegen links ins Tal des Flusses Ämån ab. An Stromschnellen mit einer Fußgängerbrücke halten wir kurz an, dann geht es weiter flussaufwärts.




An einer Staustufe bleiben wir und freuen uns über die blühende Natur. Im Vergleich zu den letzten Tagen herrscht reger Verkehr auf der Straße neben unserem Platz, zwei PKW ab unserer Ankunft Montagmittag und einer am Dienstagmorgen. :-) Dies ist aber auch eine Durchgangsstraße, vorher standen wir meistens an Sackgassen.




Weiter im Süden waren die Weidenröschen schon fast verblüht.




Die Natur beschenkt uns wieder abwechslungsreich mit Vitaminen, zum ersten Mal sind auch Moltebeeren im Angebot. Das Blaubeer-Erntegerät im Vordergrund ist die Kinderausführung, Erwachsene benutzen wesentlich größere.


Aber wir sammeln ja auch zum sofortigen Verzehr und nicht um Marmelade zu kochen :-)


04. bis 06.08. Ämån - Unntorp 40 km

Diesmal "nur" Rehe und ein Hase, der nächste Elch folgt im nächsten Etappenbericht :-)

Bei der Weiterfahrt kommen wir am Dienstag durch das hübsche Walddorf Unntorp.




Wir bleiben in der Nähe und entdecken mehrere Fußabdrücke von Rehen. Das erste sehen wir in der Abendsonne aus unserem Wohnzimmer, das zweite erst am nächsten Morgen dank unserer Wildkamera.





Den regnerischen Dienstag verbringen wir ebenfalls auf dem Platz etwas abseits der Straße. Zwanzig bis dreißig Fahrzeuge sind hier im Laufe des Tages unterwegs. Ein LKW mit Hänger überrascht uns am Mittwochabend. Da halten sich die Rehe fern, aber ein Hase huscht nachts vor der Kamera durch den Regen.


Video Reh - LKW - Hase


06./07.08. Unntorp - See Nord-Orsa 25 km

Elch Nr. 2

Kurz nach dem Start am Donnerstagmorgen entdeckt Gaby den zweiten Elch unserer Reise. Ich fahre zwar recht langsam mit 30 bis 40 km/h über die Schotterstraße aber man muss schon einen langjährig geschulten Elchblick haben, um die Elchkuh zwischen den Stämmen zu erkennen.

In die Bremse, rückwärts fahren bis zu fototauglicher Sicht und hoffen, dass das Tier nicht sofort wegläuft. Sie steht da wie versteinert, bleibt auch so etwa drei Minuten lang und mampft in Ruhe ihren Frühstückszweig.


Am Ziel unserer Tagesetappe an einem See im Norden der Kommune Orsa entdecken wir sofort Elchkot und ganz frische Elchspuren. Die Wildkameras werden aufgestellt, aber diesmal ohne Erfolg. Live sehen ist natürlich auch schöner als nachträglich dank Wildkamera.





06./07.08. See Nord-Orsa - Bärengebiet südlich Lillhärdal 32 km

Unsere Bärenjagd in Schweden

Freitagmorgen kommen wir an der typischen Kennzeichnung einer Gefahrenstelle auf schwedischen Schotterstraßen vorbei. Mit einer weißen Birke und sogar noch einem Flatterband ist das hier schon "Oberklasse" :-)


Nach vier Tagen auf Schotter erreichen wir an der Grenze zwischen Dalarna und Härjedalen mal wieder eine Teerstraße.



Die verlassen wir allerdings nach 15 Kilometern um in der Wildnis auf Bärenjagd zu gehen - spannender aber weniger erfolgreich als Beeren sammeln :-)



Wir finden zwar keine Spuren von Bären. Aber soviele Hufabdrücke von Elchen dicht bei dicht neben und auf der Piste haben wir noch nie gesehen. Der Standort ist absolut perfekt sowohl für die eigene Sicht als auch für die der Kameras - zwei davon an Bäumen mit Blick abwärts und aufwärts, siehe Markierung auf dem Foto.




06./07.08. Bärengebiet südlich Lillhärdal - Vemdalen - Hede 165 km

Leider lässt sich kein einziges Tier blicken und wir beschränken uns bei der Weiterfahrt nach Norden auf ein Foto des hölzernen Bären in Sveg.


Unser nächstes Bären-Jagdgebiet liegt südlich von Vemdalen. Zur Auswahl besonders erfolgversprechender Ziele nutzen wir die Website www.rovbase.se mit Eintragungen offiziell bestätigter Sichtungen von Bären, Luchsen, Vielfraßen und Wölfen.

Screenshot eins zeigt die drei Letztgenannten, Screenshot zwei die Bären. Man erkennt gut die Südgrenze ihres Verbreitungsgebietes.

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Auf der hochgezoomten Karte in Screenshot drei sieht man die Fundstellen seit 2023 dicht nebeneinander. Nun noch geeignete Plätze im Satellitenbild von Google Maps finden und nix wie hin.

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Dumm nur, wenn sich an der Zufahrt ein Balken befindet. Der könnte schnell geschlossen werden. So brechen wir diesen Versuch ab und fahren schon Samstag zu unserem nächsten Ziel.


Das gelingt allerdings erst nach einem mühsamen Wendemanöver. Bisweilen neigt Google Maps zu lustigen Scherzen. Wir fahren ja gerne auf schmalen Waldwegen durch die Natur. Aber diesmal wollen wir nicht so, wie GM uns leiten will, nicht durch diesen schmalen steilen Schotterweg.


Über den vorgeschlagenen Weg sind die Wohnwagen bestimmt nicht an ihr Ziel gezogen worden.

Wir auf einem Campingplatz? Nicht so ganz. Dies ist einer der landestypischen Plätze, in denen Schweden für die Sommerferien ihre Wohnwagen aufstellen und zum Ende der Sommerferien wieder abholen - denken wir. Und erwarten nach unserer 15jährigen Erfahrung mit solchen Plätzen, dass an diesem Wochenende die große Abreisewelle erfolgt.

Aber bei unserer Ankunft am Samstagmittag ist hier kein einziger Mensch. Abends kommen zwei Paare, verschwinden in ihren Wohnwagen und reisen am nächsten Morgen freundlich winkend wieder ab.

Montag kommt abends ein junger Mann, um das wohnlich gestaltete Plumpsklo zu benutzen und fährt danach wieder weg.

Dienstag werden ein Mini-Wohnwagen auf Kufen und ein ebensolcher Rollator abgeholt.

Ansonsten haben wir den Platz vier Tage für uns allein - unglaublich aber wahr!


Wohnzimmer mit Seeblick in Härjedalen






Bären gibt es hier laut rovbase.se auch und sie hatten ihre faire Chance, die vollreifen Blaubeeren auf der sonnigen Lichtung zu ernten und sich dabei fotografieren zu lassen.



Da sie die bis Montag nicht genutzt haben, macht Gaby sich mit ihrer Erntemaschine darüber her.



Die Lupinen stehen hier auf ca. 700 m Höhe noch in voller Blüte. Weiter im Süden waren sie vor Wochen schon völlig verblüht.


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Die Bewölkung ändert sich ständig und ebenso das Aussehen der Wolken.




Nebensonne (Halo) in Härjedalen

Als ich die Jalousie öffne und um halb sieben den Morgenhimmel sehe, bin ich schon total begeistert.


Etwas später entdecke ich im Bett liegend zwischen den Wolken einen bläulich-weißen Fleck, wie die Eiskristalle Leuchtender Nachtwolken. Aber die sieht man nur bei Dunkelheit.

Ich beobachte den komischen Fleck und plötzlich wird daraus eine Nebensonne, die häufigste zu beobachtende Halo-Erscheinung. Gesehen habe ich die noch nie.


Erst schnell Fotos durch das Fenster, dann ganz flott raus mit der Kamera. Hier wird uns was geboten!



Erstaunlich sind auch die Wellen, die sich bei Böen von 40 bis 50 km/h auf dem See in Härjedalen bilden.




06./07.08. Hede - Tännäs - Flatruet 83 km

Kurz nach dem Start sehen wir bei Tännäs an der Straße 84 das erste Rentier dieser Reise am Straßenrand.


Am Flatruet-Pass auf 975 m über NN sind so viele wie noch nie bei unseren bisherigen Besuchen unterwegs.


Der Blick vom Pass nach Süden



Es gibt nicht nur viele Rentiere sondern auch viele Campingfahrzeuge und PKW hier oben.


Trotzdem fällt es nicht schwer einen Platz mit freier Sicht auf Rentiere und 360-Grad-Panorama-Blick auf die Landschaft zu finden.


Der Blick aus unserem Wohnzimmer nach Norden



Die Sonne zeigt sich nur selten aber die Fernsicht ist meistens gut und uns gelingen schöne Portrait-Fotos der halbzahmen Tiere.






Der Blick vom Parkplatz nach Westen, mal ohne Rentiere im Bild


Gedenkstein zur Eröffnung des Flatruetvägen am 31. Juli 1938. Es ist mit dem höchsten Punkt auf 975 m über NN die höchste öffentliche Passstraße Schwedens.


Viele Besucher legen hier ihre persönlichen Gedenksteine ab.


Hier geht es zum nächsten Teil dieses Reiseberichtes. (demnächst)


Hier geht es zur Gesamtübersicht dieses Reiseberichtes.


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