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Alpen/ Slowenien mit dem Wohnmobil 01.05. - 20.05.2008

Teil 1 von 2: Von Scheidegg im Allgäu zum Bohinjsko-See

Diesmal wollen wir im Gegensatz zu den vorherigen Touren relativ wenig fahren und möglichst viel wandern. Der Reisebericht erscheint deshalb in etwas anderer Form als sonst, nämlich in zwei Teilen mit Fotos und Text jeweils zusammengefasst auf einer Seite. Die Fotos zeigen überwiegend die Stellplätze, denn zig Fotos mit schneebedeckten Gipfeln erscheinen uns nicht veröffentlichungswürdig. Im Text beschreiben wir aber wie in unseren Reiseberichten üblich die Reiseroute und geben einige für Wohnmobilisten hilfreiche Hinweise.

Nach Stadtbesichtigungen in Ulm und Augsburg führt uns die Reise zunächst zum Firmengelände von BavariaCamp in Obermeitingen bei Landsberg am Lech. Hier schauen wir uns die aktuellen Campingbus -Modelle an, denn im Winter wird unser 2. Sol y Sombra von BavariaCamp 3 Jahre alt und das ist für uns als technische Laien der übliche Zeitraum zum Fahrzeugwechsel. Es gibt beim aktuellen Soly L (die lange Version) einige interessante Verbesserungen, aber auch einige Dinge, die wir uns etwas anders wünschen. In den nächsten Monaten müssen wir entscheiden, ob wir dank der guten Qualität des Ausbaus BavariaCamp treu bleiben oder uns ein Wechsel der Marke sinnvoll erscheint.

Von Obermeitingen fahren wir nun aber nicht direkt zum Zielgebiet Kärnten und Slowenien sondern nehmen zunächst Kurs südwest nach Scheidegg im Allgäu. Hier betreibt Monika Draga einen Wohnmobilstellplatz - und fährt selbst auch einen Sol y Sombra von BavariaCamp. Seit einigen Jahren sind wir per E-Mail in Kontakt und nun wollen wir uns endlich persönlich kennenlernen.

Inmitten der blühenden Wiesen in der Nähe des Kurhauses mit Restaurant und Minigolfplatz (Benutzung in Stellplatzgebühr enthalten) liegt der von Monika Draga betriebene Wohnmobilstellplatz Scheidegg. Direkt am Stellplatz führen mehrere Wanderwege entlang - ein idealer Ausgangspunkt für kleine und große Touren mit Blick auf die schneebedeckten Gipfel der Alpen.

Leider nicht gut gelungen ist das Foto mit Monika und Gaby und den beiden Solys am Morgen vor der Abfahrt.

Etwa eine Woche wollen wir in Osttirol und Kärnten verbringen, bevor es weitergehen soll nach Slowenien. Als Grundlage zur Stellplatzsuche verwenden wir das Buch Dieter Semmler: Wohnmobil-Stellplätze Österreich

Aber dann kommt eine Enttäuschung nach der anderen, was die von Semmler genannten "Stellplätze" betrifft:

OT-1 Großkirchheim: Verbotsschild für Wohnmobile

AG-1 und AG-2 Wiesen im Mölltal: Beide liegen in Sicht- und Hörweite der Durchgangsstraße

AG-3 Hallenbad Mallnitz: Verbot für Wohnmobile zwischen 22:00 Uhr und 6:00 Uhr

AG-5 Kolbwitz Talstation Kreuzeckbahn: Handwerksbetrieb direkt am Parkplatz der geschlossenen Bahn

AG-6 Kolbwitz Reißeckbahn: "Campieren Verboten" - Schilder und Wohnhäuser in direkter Nähe

Nach diesen "Erfolgserlebnissen" hoffen wir auf mehr Erfolg am AG-10 in Kötschach, fahren durch das Drau-Tal nach Oberdrauburg, überqueren den Gailbergsattel und damit die Gailtaler Alpen und erreichen vom Navi geführt die Parkplätze am Ski- und Badezentrum Kötschach. Nur mit dem von Semmler empfohlenen "schönen und ruhigen Übernachtungsplatz" wird es nichts, denn an der Zufahrt signalisieren Schilder eindeutig "Halteverbot für Wohnmobile zwischen 22:00 Uhr und 6:00 Uhr".

Es ist mittlerweile ca. 17:00 Uhr und wir befinden uns seit etwa 6 Stunden in Österreich. Statt einige Tage auf freien Stellplätzen und dann einige Tage auf einem Campingplatz an einem der Seen in Kärnten zu verbringen, wie ursprünglich geplant, wollen wir nur noch raus aus diesem wohnmobilunfreundlichen Land! Wir beschließen die sofortige Flucht über den Plöckenpass nach Italien und wollen noch am Abend den Wohnmobilstellplatz in Tarcento bei Udine erreichen.

Etwa 7 km nach Überqueren des Passes springt uns plötzlich ein Schild mit Wohnmobilsymbol ins Auge. Wir biegen rechts ab und stehen an einem Wildbach mit Blick auf schneebedeckte Gipfel im Westen und Osten. Die Gaststätte, die hinter dem Gebäude einen Wohnmobilstellplatz mit Wasserversorgung und Stromsäulen anbietet, hat geschlossen.

Wir bleiben zwei Tage auf dem wunderschön gelegenen Schotterplatz am rauschenden Bach und machen Wanderungen durch das Tal. So ist der Ärger über Kärnten schnell vergessen und wir stellen beim Blick in die Karte fest, dass man diesen schönen Übernachtungs- und Wanderplatz etwa 1 km westlich des Örtchens Timau auch auf der italienischen Seite über Cortina d`Ampezzo erreichen kann, wo es laut promobil einen offiziellen Wohnmobilstellplatz gibt. Den Weg über Osttirol und Kärnten werden wir also in Zukunft meiden.

Wohnmobilfreundliches Italien zum Zweiten: Der ausgeschilderte Stellplatz in Tarcento liegt am Fluss wenige hundert Meter vom Zentrum entfernt, ist kostenlos und hält auch eine Station zur Wasserversorgung und Schmutzwasser-/Toilettenentsorgung bereit ( 46/12/52 N, 13/13/31 E, 207 m NN).

Die schöne kleine Stadt liegt am Fuße der Alpen und bietet sich mit Cafés, Restaurants und Geschäften auch für einen mehrtägigen Aufenthalt an.

Zur besseren Orientierung: Eine Italienkarte mit Links zu unseren Berichten aus Italien sowie gedruckten Wohnmobilführern und Stellplatzverzeichnissen

Über Cividalle, Prepotto und Venco reisen wir über Nebenstraßen in Slowenien ein und fahren weiter Richtung Nova Gorica durch ein Hügelland mit vielen Weinbergen.

Aber wir verlassen uns jetzt für Slowenien auf den Führer Peter Simm: Mit dem Wohnmobil nach Slowenien. Nördlich von Nova Gorica kommen wir auf die Nationalstraße 103 und folgen zunächst der Stichstraße auf den Berg Sv. Gora. Oben tront eine Kirche und man kann im Norden die schneebedeckten Alpengipfel und im Süden die Adriaküste sehen.

Zurück zur Hauptstraße geht es dann nordwärts durch das Soca-Tal. An vielen Stellen sieht man am heutigen Samstag die Wildwasserfahrer. Über 50 Kehren überqueren wir den Pass Vrsic auf 1591 m Höhe und biegen in Kranjska Gora westlich in Richtung Italien ab. Schon nach wenigen Kilometern zeigt ein Wegweiser nach links zum Skigebiet "Planica" mit der bekannten Skiflug-Schanze. Wir biegen ab und nach weiteren ca. 3 km müssen wir an einem Kassenhäuschen stoppen. Der freundliche Parkwächter erklärt uns in deutscher Sprache, wir müssten 3,30 Euro zahlen für den Besuch im Nationalpark "Triglavski Narodni Park". Wir fragen ihn, ob wir auch auf dem Parkplatz in unserem Reisemobil übernachten dürfen. Antwort: " Kein Problem, einmal bezahlen, dann bleiben einen Tag oder zwei Tage, kein Problem".

So fahren wir auf die höchste der 6 Parkebenen ( 46/28/33 N, 13/43/29 E, 967 m NN ) und haben vor uns die Skiflugschanze ...

... und um uns herum die Berge der Julischen Alpen. Wir machen mehrstündige Wanderungen und verbringen zwei ungestörte Nächte in der slowenischen Bergwelt.

Dann geht es wieder ostwärts über Kranjska Gora nach Mojstrana. Hier folgen wir den Wegweisern zu den Hütten unterhalb des Triglav-Gipfels. Nach ca. 9 km ist die Fahrt plötzlich auf einem Waldparkplatz vorbei ( 46/24/33 N, 13/50/51 E ). Der weitere Weg ist gesperrt und ein Hinweisschild verkündet in slowenisch und englisch "Schlafen in Auto und Caravan ist verboten". Also zurück nach Mojstrana, wo wir vor dem Erreichen der Hauptstraße dem Wegweiser "Bled" folgen und über eine Nebenstraße durch grüne Wälder und Wiesen rollen bis zu einer Kreuzung, an der es links nach Bled und rechts zum Skigebiet "Pokljuka" geht. Der Biathlon-Fan weiß sofort: Hier finden Biathlon-Weltcuprennen statt.

Und man glaubt es kaum: Die gut ausgebaute Straße führt bis auf 1331 m Höhe und endet direkt hinter dem Schießstand ( 46/20/35 N, 13/55/17 E ). Wie man sieht, liegt hier am 12. Mai noch jede Menge Schnee...

... was Wanderungen in dieser Gegend zu dieser Zeit zu einem schmierigen Vergnügen machen würde. Verbotsschilder bzgl. Übernachtung im Wohnmobil haben wir weder hier neben dem Schießstand noch am großen Parkplatz gegenüber gesehen, aber da wir von hier nicht unseren Bewegungsdrang befriedigen können, beschließen wir die Weiterfahrt zum Campingplatz Zlatorog in Ukanc am Bohinjsko-See.

Wir fahren aber nicht über die von Simm/Sussmann empfohlene Strecke sondern über den direkten Weg, der einige Kilometer unterhalb des Schießstandes von Pokljuka nach links abzweigt und mit dem Ziel "Bohinjska Bistrica" ausgeschildert ist. In einem Dorf am Wegesrand - es könnte "Srednja ves" gewesen sein - fotografieren wir diese für die Gegend typische Kirche.

Der kleine Campingplatz liegt weit hinten im Tal am Ende des Sees ( 46/16/44 N, 13/50/11 E, 525 m NN). Den See kann man in knapp 2 1/2 Stunden zu Fuß umrunden und weitere ausgeschilderte Wanderwege führen zum Wasserfall "Slap Slavica" und über einen Höhenweg 4,6 km nach Ribcev Laz am Ausfluss des Sees. Ein weiterer breiter Schotterweg - keine Ausschilderung - führt unterhalb der Talstation der Vogelbergbahn nach links. Es geht recht steil bergan und nach 45 Minuten macht der Weg eine Kehre und steigt steil weiter an. Ohne Schatten bei blauem Himmel um 11:00 Uhr kapitulieren wir, obwohl uns der weitere Aufstieg reizen würden - es kann doch wohl nur zur Bergstation der Bahn gehen, oder?

Nach 3 Tagen auf diesem schöngelegenen Campingplatz und einigen Wanderungen geht es weiter nach Ljubljana und darüber berichten wir im zweiten Teil dieses Reiseberichtes.

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